Richter muss eingreifen: Marius Høiby zofft sich mit Zeugin
Am heutigen Mittwoch kam es im Osloer Gerichtssaal 250 zu heftigen Szenen: Marius Borg Høiby (29) geriet mit einer Zeugin in einen offenen Streit, woraufhin Richter Jon Sverdrup Efjestad eingreifen musste, wie Bild berichtet. Es ist bereits Tag 23 im Strafprozess gegen den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52), und erneut stehen die Ereignisse des Abends vom 4. August 2024 im Mittelpunkt. Damals soll Marius seine damalige Freundin in deren Wohnung im Osloer Stadtteil Frogner attackiert und die Wohnung demoliert haben. Heute wurden weitere Zeugen zu der Beziehung und zu der angeblichen Attacke befragt, darunter eine Freundin des mutmaßlichen Opfers. Als diese die Eifersucht zwischen Marius und seiner Ex-Freundin schilderte, meldete sich Marius zu Wort und wollte eine Eifersuchtsszene klarstellen.
Die Situation eskalierte schnell: Marius verwies darauf, dass die Zeugin ihm einst erzählt habe, dass das mutmaßliche Opfer mit einem anderen Mann zusammengewesen sei. Doch die Freundin unterbrach ihn schnaubend: "Ich erinnere mich etwas besser daran als du." Der Richter griff ein und beendete die Vernehmung mit den Worten: "Ich wünsche hier keinen Streit." Der Zeugin kamen daraufhin die Tränen. Neben der emotionalen Aussage der Freundin wird auch die Befragung einer Immobilienmaklerin mit Spannung erwartet. Sie soll die heftigen Schäden in der Wohnung schildern, die nach dem Vorfall im August 2024 festgestellt wurden. Die Identität der Ex-Freundin bleibt weiterhin anonym, sie wird als "mutmaßliches Opfer aus Frogner" bezeichnet.
Am Dienstag hatte das Amtsgericht in Oslo einen Antrag auf Haftentlassung abgelehnt. Marius musste deshalb weiterhin im Gefängnis bleiben. Seine Anwältin Ellen Holager Andenæs erklärte dazu gegenüber TV2: "Er möchte aus der Untersuchungshaft entlassen werden und ist der Ansicht, dass keine Gefahr einer Wiederholung früherer Straftaten besteht." Die Staatsanwaltschaft war jedoch anderer Meinung und überließ die endgültige Entscheidung dem Gericht. Die Ermittler warfen dem Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit unter anderem Körperverletzung, Bedrohung mit einem Messer und Verstöße gegen ein Kontaktverbot vor. Die Anklageschrift zählte rund 40 einzelne Straftaten auf.






