U-Haft: Marius Borg Høibys Anwälte beantragen Freilassung
Marius Borg Høiby (29) sitzt seit Anfang Februar in Untersuchungshaft im Osloer Gefängnis, nachdem er kurz vor Prozessbeginn am 3. Februar erneut eine Frau bedroht hatte. Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) muss sich derzeit vor Gericht verantworten. Die Anklageschrift umfasst rund 40 Straftaten, darunter auch Vorwürfe im Zusammenhang mit seiner Ex-Freundin, deren Wohnung er in der Nacht zum 4. August 2024 verwüstet und die er bedroht und misshandelt haben soll. Nun haben seine Anwälte beim Amtsgericht Oslo einen Antrag auf Freilassung gestellt. "Wir haben einen Antrag beim Amtsgericht Oslo zur Freilassung eingereicht. Er ist seit vier Wochen in Haft", erklärte Anwältin Ellen Holager Andenæs gegenüber der norwegischen Zeitung Aftenposten.
Die Staatsanwaltschaft hat sich bereits gegen eine Freilassung ausgesprochen. Staatsanwalt Andreas Kruszewski bestätigte dem Blatt, dass ein entsprechender Antrag eingegangen sei. "Wir haben bereits dazu Stellung genommen und uns dazu entschieden, ihn nicht freizulassen. Dies wird nun vom Amtsgericht Oslo überprüft", so der Jurist. Das Gericht hatte bei der letzten Überprüfung festgestellt, dass ausreichend Haftgründe vorliegen. Laut norwegischer Strafprozessordnung kann ein Angeklagter in Haft bleiben, wenn Wiederholungs- oder Fluchtgefahr besteht und die Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung bei mindestens 50 Prozent liegt.
Bei der Verhandlung gab Marius vor Gericht offen zu, seine damalige Partnerin geschlagen und gewürgt zu haben. Zudem habe er nach dem Streit ein Messer gegen den Spiegel geworfen und einen Kronleuchter heruntergerissen. "Ich habe sie geschlagen und gewürgt", berichtete der Sohn der Kronprinzessin und schilderte, dass er sich zwischendurch zwar beruhigt und entschuldigt habe, dann aber wieder aggressiv geworden sei. Trotz des Chaos in der Wohnung wollte er die Polizei davon abhalten, seine vier Wände zu betreten, weil er, laut eigener Aussage, noch aufräumen musste. Ein brisantes Detail offenbarte Marius zudem in Bezug auf seine Mutter. Mette-Marit habe ihn vor der bevorstehenden Festnahme gewarnt und ihm sogar Ratschläge gegeben, wie er sich darauf vorbereiten solle. "Mama sagte: 'Geh duschen und zieh keine Kleidung an, die nach Alkohol riecht'", so Marius laut Bild.






