Harrison Ford zweifelte an Thrillerhit "Auf der Flucht"
Harrison Ford (83) hatte während der Dreharbeiten zu "Auf der Flucht" große Zweifel an dem Film. Der Schauspieler, der auf eine fast 60 Jahre lange Karriere mit Meisterwerken wie Star Wars und Indiana Jones zurückblickt, fürchtete sogar, dass der Thriller seine Karriere zerstören könnte. Die Umstände waren chaotisch: Zum Drehstart im Herbst 1992 gab es kein finalisiertes Drehbuch, das Ende der Geschichte fehlte noch komplett und ein geplanter Star fiel aus gesundheitlichen Gründen aus. Auch sein Co-Star Tommy Lee Jones (79), der den Gesetzeshüter Chief Deputy Marshal Samuel Gerard spielte, hegte Bedenken. Wie Rolling Stone jetzt zum 30. Jahrestag des Films berichtet, äußerte sich Harrison während der Dreharbeiten äußerst pessimistisch über das Projekt.
Daniel Roebuck, der Deputy Marshal Robert Biggs verkörperte, verriet die drastischen Worte, die Harrison zu ihm sagte. "Harrison Ford sagte es vor mir, als wir im Wasser waren, ich kann also bezeugen, dass er es gesagt hat. Er sagte: 'Oh, Mann, das wird mein Hudson Hawk'", erinnert sich der Schauspieler. Mit dieser Aussage bezog sich Harrison auf den größten Flop aus der frühen Karriere von Bruce Willis (70). Die Filmschaffenden in der Postproduktion hatten zudem nur acht Wochen Zeit, um den 130-minütigen Streifen fertigzustellen. Auch Tommy Lee Jones dachte während der Dreharbeiten in einem Hotelkeller: "Ich werde nie wieder arbeiten. Das wird nie wieder funktionieren."
Als "Auf der Flucht" schließlich in die Kinos kam, wendete sich das Blatt komplett. Der Thriller wurde zu einem wahren Hit und spielte an den Kinokassen 319 Millionen Euro ein – etwa das Neunfache des knapp 35 Millionen Euro hohen Budgets. Im Rahmen der Oscarverleihung 1994 wurde der Film für sieben Academy Awards nominiert, Tommy Lee Jones gewann die Trophäe als Bester Nebendarsteller. Die Fachpresse bei Rotten Tomatoes vergab phänomenale 96 Prozent und bei Metacritic kommt das Katz-und-Maus-Spiel mit Harrison und Tommy Lee auf einen Metascore von 87 von 100 Punkten. Damit belegt "Auf der Flucht" gemeinsam mit dem Thriller "Der Dialog" den vierten Platz im Ranking der besten Harrison-Ford-Filme – nur "Krieg der Sterne", "Apocalypse Now" und "American Graffiti" schneiden noch besser ab.








