Sängerin Elif spricht erstmals über Gewalt in ihrer Kindheit
Sängerin Elif Demirezer (33) öffnet in der ARD-Talksendung "deep und deutlich" ein besonders schmerzhaftes Kapitel ihrer Vergangenheit: Die Berlinerin berichtet dort von massiver Gewalt in ihrer Kindheit durch ihre eigene Familie. Der Grund: Ihre streng religiösen Eltern lehnten ihren Karriereweg ab. Ein Erlebnis brannte sich besonders tief in Elifs Erinnerung ein: Als sie ihren ersten Plattenvertrag unterschrieb – eigentlich ein Moment, von dem viele junge Musiker träumen –, wurde sie dafür zu Hause brutal zusammengeschlagen. "Mit 17 habe ich meinen ersten Plattenvertrag unterschrieben. Dann wurde ich so krass verprügelt zu Hause, dass mein Trommelfell geplatzt ist. Meine eine Gesichtshälfte war komplett blau. Dann bin ich abgehauen", erzählte sie offen.
Nach drei Tagen kehrte Elif nach Hause zurück – ihre Eltern taten jedoch, als wäre nichts gewesen. In den folgenden Jahren redeten sie kaum mit ihr, "drei, vier Jahre" lang herrschte Schweigen. Erst ihre inzwischen verstorbene Mutter brachte Vater und Tochter irgendwann wieder zusammen. "Heute habe ich mit meinem Vater ein gutes Verhältnis", sagte die Sängerin. Lange habe sie aufgrund ihrer Kindheitserlebnisse in der Musik Halt gesucht – nun ist sie entschlossen, ihre eigene Stütze zu sein. "Ich möchte der Mensch sein, der mich am meisten hält. Ich brauche keine Mama und keinen Papa. Ich hatte dieses Privileg nicht", erklärte sie.
Bereits früher hatte Elif auf Instagram offen über ihre Verletzlichkeit gesprochen und dabei erklärt, ein tief sitzendes Trauma zu haben, das ihren Alltag massiv einschränke. Nun machte sie deutlich, dass sie entschlossen ist, die Vergangenheit aktiv aufzuarbeiten. "Ich habe irgendwie für mich gemerkt, dass es voll gut ist, die Dinge so zu benennen, damit ich eben auch was damit anfangen kann", zeigte sich die Berlinerin kämpferisch. Sie machte deutlich, dass sie ihre Geschichte Schritt für Schritt aufarbeiten möchte – mit dem Ziel, gestärkt aus diesen Erfahrungen hervorzugehen und ihren eigenen Weg unabhängiger denn je zu gehen.









