Myleene Klass: Stalker schickte ihr eine Luftdruckpistole
Myleene Klass (47) wurde über ein Jahr lang von einem Mann namens Peter Windsor terrorisiert, während sie bei Classic FM arbeitete. Der 61-Jährige schickte der Musikerin und Moderatorin eine Luftdruckpistole, Handschellen und ein Catwoman-Kostüm sowie weitere Gegenstände, die derart verstörend waren, dass die Polizei ihr nicht mitteilte, um was es sich dabei handelte. Myleene fragte sich daraufhin, was noch schlimmer sein könnte als eine Waffe, und verwandelte ihr Zuhause aus Angst um sich und ihre Familie in eine Art Hochsicherheitstrakt. Windsor wurde nach einem siebentägigen Geschworenenprozess in zwei Fällen des schweren Stalkings für schuldig befunden und am Warwick Crown Court mit einer unbefristeten Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik verurteilt - das berichtet die Daily Mail.
Zunächst war Myleene sich der Bedrohung gar nicht bewusst, da sie E-Mails ihrer Kollegin Katie Breathwick über das Stalking verpasst hatte und das Sicherheitspersonal viele von Windsors Briefen und Paketen weggeworfen hatte. Erst im August 2024 wurde sie von der Sicherheitsabteilung mit einer Liste von zwölf Gegenständen informiert, die sie erhalten hatte. Zu diesem Zeitpunkt bekam sie bis zu vier Sendungen pro Tag von Windsor, bei dem eine paranoide Schizophrenie diagnostiziert worden war. Neben den beunruhigenden Gegenständen schickte er auch wirre Briefe mit sexuellen und satanischen Inhalten sowie insgesamt rund 1000 Geschenke. Die Luftdruckpistole, die von der Royal Mail abgefangen wurde, hätte laut Polizei aus bis zu zwei Metern Entfernung tödlich sein können. Zudem erhielt Myleene einen silbernen Ring als "heiligen Schutz für eine würdige Hohepriesterin". Vor Gericht musste die Künstlerin beweisen, dass sie diese Aufmerksamkeit nicht gewollt hatte, während der Verteidiger ihr vorwarf, teilweise selbst schuld zu sein, weil sie ihre Hörer bei Classic FM zum Kontakt aufgefordert habe.
Windsor, der zuvor keine Vorstrafen hatte, belästigte über vier Jahre hinweg sowohl Myleene als auch ihre Kollegin Katie Breathwick. Die 54-jährige Mitarbeiterin von Classic FM erhielt von ihm unter anderem ein Fernglas, Laufschuhe mit Spikes, eine Flasche Champagner und eine Briefmarkensammlung für ihren Sohn. Gegenüber ITV News sprach Myleene, die offen mit ihren Fehlgeburten umgeht, über die bleibenden Auswirkungen der Tortur. Sie gab an, nun ständig über die Schulter zu schauen. Zudem fühlte sie sich durch das Verhalten der Behörden "von ihrem eigenen Leben zensiert", da sie nicht über alle Details der an sie gesendeten Gegenstände informiert wurde. Bei der Gerichtsverhandlung wies sie auch darauf hin, dass sie gerade ihren MBE-Orden erhalten hatte und das Letzte, was sie gebrauchen konnte, eine Verbindung mit "Peitschen, Handschellen und Waffen" gewesen sei.







