Trump-Witz: El Hotzo wurde in letzter Instanz freigesprochen
Sebastian Hotz (30) kann aufatmen: Der Satiriker, der im Netz als El Hotzo bekannt ist, ist laut DWDL nach einem umstrittenen Trump-Posting nun auch in letzter Instanz freigesprochen worden. Das Kammergericht in Berlin wies die Revision der Staatsanwaltschaft nach einer kurzen Verhandlung zurück und bestätigte damit das Urteil des Amtsgerichts Berlin-Tiergarten. Dort war Sebastian bereits im vergangenen Sommer vom Vorwurf der Hasskriminalität freigesprochen worden, nachdem er auf X geschrieben hatte, US-Präsident Donald Trump (79) habe "leider knapp den letzten Bus verpasst". In einem weiteren Beitrag hatte er ergänzt: "Ich finde es absolut fantastisch, wenn Faschisten sterben."
Die Staatsanwaltschaft hatte die Posts als strafbare Hasskriminalität mit Breitenwirkung bewertet und eine Geldstrafe von 6.000 Euro gefordert. Nachdem Sebastian die Beiträge nach eigener Aussage schon nach wenigen Minuten wieder gelöscht hatte, verbreiteten sich Screenshots rasch im Netz – mit weitreichenden Folgen für den Satiriker. Unter anderem verlor er seinen Job beim Jugendradio Fritz vom RBB, zahlreiche Strafanzeigen gingen ein. Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten entschied jedoch im vergangenen Jahr, es handele sich bei den Aussagen um "straflose Satire" und damit um nicht strafbare Meinungsäußerungen. Gegen dieses Urteil legte die Staatsanwaltschaft Revision ein, scheiterte damit nun aber vor dem Kammergericht, das die Entscheidung bestätigte.
Unterstützung bekommt Sebastian nach dem endgültigen Freispruch auch vom Deutschen Journalisten-Verband. DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster sagte laut DWDL: "Ich bin erleichtert, dass das Kammergericht Berlin pro Satirefreiheit entschieden hat." Alles andere, so der Verbandschef weiter, wäre eine Kriminalisierung freier Meinungsäußerungen gewesen. Schon im Vorfeld hatte der Verband kritisiert, dass die Staatsanwaltschaft die Entscheidung des Amtsgerichts nicht habe stehen lassen wollen. Für Sebastian, der sich mit beißendem Polit-Humor in den sozialen Netzwerken eine große Fangemeinde aufgebaut hat, ist das Kapitel rund um die juristische Aufarbeitung seiner Trump-Posts mit dem nun bestätigten Freispruch vorerst abgeschlossen.





