Alfons Schuhbecks Haftaufschub wurde weiter verlängert
Alfons Schuhbeck (76) muss vorerst nicht ins Gefängnis zurück. Ein von der Staatsanwaltschaft München I. beauftragtes Gutachten hat den 76-jährigen Starkoch für weiterhin haftunfähig erklärt, sodass der Haftaufschub erneut verlängert wurde. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, reicht die Unterbrechung der Strafvollstreckung bis mindestens zum 4. September 2026. Laut Bild hatte ein Gutachter zuvor alle Arztbriefe eingehend geprüft und war zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Inhaftierung selbst in einer spezialisierten Justizvollzugsanstalt mit Krankenabteilung derzeit nicht umsetzbar sei.
Hintergrund ist eine schwere Krebserkrankung, die Alfons' Anwalt im Juni 2025 öffentlich gemacht hatte. Der Verteidiger erklärte damals: "Eine nicht heilbare, fortschreitende Krebserkrankung belastet Herrn Schuhbeck psychisch und physisch. Durch die Operation konnte nicht alles entfernt werden. Ein Tumor hat Lymphknoten befallen." Berichten zufolge muss Alfons weiterhin engmaschig ärztlich betreut werden, teils auch im Krankenhaus. Nach dem 4. September 2026 will die Staatsanwaltschaft erneut prüfen, ob eine Rückkehr in die Haftanstalt möglich ist.
Trotz allem kämpft Alfons weiter und gibt nicht auf. Kleine Freuden im Alltag helfen ihm offenbar dabei, motiviert zu bleiben. So soll es für ihn immer wieder ein besonderer Moment sein, wenn Freunde ihn zu Hause besuchen, um gemeinsame Zeit zu verbringen. Auch den Weg zu den Spielern und dem Management des FC Bayern an die Säbener Straße, für die er einst als Koch tätig war, soll er zuletzt wieder angetreten haben. Alfons war wegen Steuerhinterziehung zu drei Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt worden. Weitere Verfahren wegen Insolvenzverschleppung und Subventionsbetrug kamen hinzu.






