Doku enthüllt: Endometriose ruinierte Marilyn Monroes Ruf
Hollywoodikone Marilyn Monroe (†36) litt über Jahre hinweg stille Qualen – und ging wohl genau deshalb als komplizierte Diva in die Geschichte der Traumfabrik ein. Diese These stellt nun die neue Dokumentation "End of the Cycle" auf, die das einst geheime Leiden der Schauspielerin beleuchtet: Sie litt unter Endometriose, einer chronischen Unterleibserkrankung, die ihr Leben, ihre Karriere und ihren Ruf in der Branche massiv beeinflusst haben soll. Gegenüber Page Six erklärte Co-Regisseurin Sammy Jaye, dass Marilyns wiederholte Fehlgeburten, rätselhafte Klinikaufenthalte und ihr ewiger Ruf, am Set "schwierig" zu sein, in Wahrheit mit diesem Leiden zusammenhingen. Die Filmemacherin plädiert leidenschaftlich dafür, das Bild der Legende endlich neu zu bewerten. In dem Film, der auf endocollective.org kostenlos abrufbar ist, sprechen unter anderem die prominenten Mitstreiterinnen Amy Schumer (45) und Julianne Hough (37) über die tückische Krankheit.
"Die Art, wie Marilyn all die Jahre dargestellt wurde, war nicht korrekt", betonte Sammy bei einer Vorführung im New Yorker Whitby Hotel. Die Schauspielerin habe in einer Ära gelebt, in der gynäkologische Erkrankungen ein absolutes Tabuthema waren und der rettende Austausch über soziale Medien noch in weiter Ferne lag. Die Co-Regisseurin, die selbst von Endometriose betroffen ist, verweist mit Blick auf den 100. Geburtstag des Filmstars auf einen ernüchternden Umstand: Trotz der vergangenen Jahrzehnte hat sich bei den Behandlungsmöglichkeiten und Medikamenten erschreckend wenig getan. Wie tief Marilyns Verzweiflung saß, zeigt ein handgeschriebener Zettel aus dem Jahr 1952: Vor einer Blinddarmoperation klebte sie sich eine Notiz auf den Bauch, in der sie den Arzt inständig anflehte, ihre Fruchtbarkeit zu schützen. In der Dokumentation kommen neben Betroffenen auch Olympionikin Brittany Brown, Pretty Little Liars-Star Janel Parrish (37) und Foláḱ Olówòfóyèkù zu Wort.
Dass die Erkrankung eine fundamentale Rolle in Marilyns Leben spielte, hielt bereits Anthony Summers in seiner Biografie "Goddess: The Secret Lives of Marilyn Monroe" fest. Gestützt auf Aussagen ihres behandelnden Arztes schilderte er, wie die immer wiederkehrenden Schmerzen letztlich Marilyns Ehen, ihren Kinderwunsch und ihre Karriere zersetzten. Ohne Aussicht auf medizinische Hilfe flüchtete sich die Schauspielerin in eine gefährliche Abhängigkeit von Schmerz- und Schlafmitteln, um überhaupt funktionieren zu können. Während die Welt in ihr nur das unbeschwerte Sexsymbol sah, kämpfte sie abseits der Kameras gegen den eigenen Körper sowie gegen die panische Angst, ihre Weiblichkeit zu verlieren – ein Spagat zwischen absolutem Weltruhm und dem unerbittlichen Ringen um das eigene Familienglück.






