Martin Scorsese wird für KI-Einsatz in Hollywood kritisiert

Martin Scorsese wird für KI-Einsatz in Hollywood kritisiert

- Lisa Mayr
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Martin Scorsese (83) gerät wegen seiner neuen Rolle als Berater beim KI-Unternehmen Black Forest Labs ins Kreuzfeuer. Filmemacher Boots Riley hat den Oscar-Gewinner nun auf der Plattform X scharf attackiert und ihm vorgeworfen, die Filmindustrie in Richtung generativer KI zu drängen. "Mein Verdacht: Mit 83 Jahren haben sie seiner Familie eine Menge Geld gegeben – die werfen zig Millionen nur so um sich –, er wollte für sie eine Einkommensquelle und denkt, KI wird sowieso floppen, also ist es ihm egal", schrieb Riley. Als Beweis dafür, dass KI in der Vorproduktion überflüssig ist, postete der Regisseur sogar seine eigenen selbst gezeichneten Storyboards für seinen aktuellen Film "I Love Boosters".

Was Boots besonders stört, ist Martins Einfluss auf die gesamte Branche. "Um das klarzustellen: Mein Ärger gilt nicht dem, dass er KI benutzt – das würde ich privat wahrscheinlich einfach belächeln. Es geht darum, dass er seinen Ruf nutzt, um das zu bewerben und die Branche in diese Richtung zu drängen. Sie brauchen ihn", erklärte er. Martin selbst verteidigte seine Entscheidung in einer Stellungnahme und verwies auf frühere technische Innovationen in seinem Schaffen. "Ich habe 3D bei 'Hugo' eingesetzt und Verjüngungstechnologie bei 'The Irishman'. Jetzt kann ich mit diesem Tool das, was ich mir vorstelle, klarer und effizienter mit meinem kreativen Team teilen", erklärte er. In der Vorproduktion spare die Technologie wertvolle Zeit, ohne dabei Qualität oder Handwerk zu opfern.

Martin zählt zu den einflussreichsten Regisseuren Hollywoods. Der heute 83-Jährige blickt auf eine Karriere zurück, die rund sieben Jahrzehnte umfasst. Zu seinen bekanntesten Werken zählen Klassiker wie "Taxi Driver", "Goodfellas" und "The Departed". Während sich die Branche weiter darüber streitet, wie weit KI im Filmgeschäft gehen darf – auch Steven Spielberg (79) hat sich zuletzt zur Debatte geäußert –, bleibt Martin damit einer Linie treu: Er sucht immer wieder nach neuen technischen Mitteln, um seine Geschichten zu erzählen.

Martin Scorsese im Juni 2025
Getty Images
Martin Scorsese im Juni 2025
Boots Riley, Regisseur, 2026
Getty Images
Boots Riley, Regisseur, 2026
Martin Scorsese in Turin im Oktober 2024
Getty Images
Martin Scorsese in Turin im Oktober 2024
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