Angelman-Syndrom: So pflegt Jennifer Saro ihren Sohn (4)
Jennifer Saro (30) gibt jetzt in einem Interview sehr persönliche Einblicke in ihren Alltag als pflegende Mutter. Die Ex-Bachelorette lebt seit ein paar Wochen mit ihrem vierjährigen Sohn "Keksi" in Dortmund – bei ihrem Freund, BVB-Torwart Alexander Meyer (35). Keksi, wie ihn seine Mutter liebevoll in der Öffentlichkeit nennt, hat das Angelman-Syndrom, eine genetische Erkrankung, die seine Entwicklung stark einschränkt. Der Kleine kann nicht sprechen, lernt gerade mithilfe einer Gehhilfe laufen, und seine geistige Entwicklung entspricht in etwa der eines acht Monate alten Babys. Er braucht daher rund um die Uhr Betreuung, wie Jennifer gegenüber RTL verriet: "Man kann sich das eigentlich vorstellen, dass ich seit vier Jahren ein Baby habe, das so ungefähr acht Monate alt ist."
Was die Situation noch schwerer macht: Jahrelang lebte die kleine Familie mit einer falschen Diagnose. Drei Jahre lang bekam Keksi täglich Hormonspritzen, weil Ärzte bei ihm das Prader-Willi-Syndrom diagnostiziert hatten. Erst vor Kurzem stellte sich heraus, dass die Diagnose falsch war. "Das Letzte, was ich dachte, ist, dass so eine Diagnose falsch sein könnte", sagte Jennifer gegenüber RTL. Trotz allem versuche sie, im Hier und Jetzt zu leben. Nur manchmal würden sie Gedanken an die Zukunft überfallen: "Mein Sohn wird niemals ausziehen." Ihren besonderen Alltag beschreibt sie dabei ganz nüchtern: "Da ich es nicht anders kenne, ist mein Alltag mit Keks meine Normalität. Für mich ist das mein Leben mit Kind."
Dass Jennifer eine Helikoptermama ist, gibt sie selbst lachend zu – bei Alexander sei das allerdings eine Ausnahme. "Er kann alles und macht alles so, wie ich es selbst machen würde", erklärte sie. Der Torwart übernehme klar eine Vaterrolle für Keksi. Das Paar wünscht sich außerdem noch weiteren Nachwuchs – ein Geschwisterchen für den Vierjährigen. Jennifer kämpft im Alltag auch immer wieder mit mangelndem Verständnis gegenüber ihrem Sohn in der Öffentlichkeit. In der Vergangenheit berichtete sie etwa von einem unangenehmen Erlebnis in einem Restaurant, wo fremde Menschen auf Keksi und seine Art zu essen reagierten: "Ich habe mich echt unwohl gefühlt", resümierte die Influencerin, die ihre Mitmenschen zu mehr Empathie aufruft, in einem TikTok-Video.








