Kettensäge und Pool: Grausame Details im Mordfall um D4vd

Kettensäge und Pool: Grausame Details im Mordfall um D4vd

- Fabienne Stepczynski
Lesezeit: 2 min

Der Sänger D4vd (21), bürgerlich David Anthony Burke, sitzt seit seiner Festnahme am 16. April in Untersuchungshaft und muss sich wegen Mordes sowie weiterer schwerer Vorwürfe verantworten.
Triggerwarnung:
Die Staatsanwaltschaft hat kürzlich neue Gerichtsunterlagen eingereicht, aus denen weitere erschreckende Informationen hervorgehen. Details daraus zitiert das Magazin People. Demnach soll David im April 2025 die 14-jährige Celeste Rivas Hernandez getötet und ihre sterblichen Überreste später mithilfe einer Kettensäge und eines aufblasbaren Pools bearbeitet haben. Die Polizei fand die Überreste Monate später im Kofferraum seines aufgegebenen Tesla in den Hollywood Hills. Der 21-Jährige sitzt ohne Kaution in Untersuchungshaft, hat auf nicht schuldig plädiert und muss im Mai erneut vor Gericht erscheinen.

In einem jetzt veröffentlichten Schriftsatz für die Vorverhandlung schildert die Staatsanwaltschaft die grausamen Details: Demnach soll D4vd Celeste am Abend des 23. April per Uber zu sich nach Hause bestellt haben, bevor er sie mehrfach mit einem Messer attackiert und sie anschließend verbluten lassen haben soll. Um Blutspuren zu vermeiden, habe er laut den Ermittlern den Körper des Teenagers in ein aufblasbares Planschbecken gelegt und mit einer Kettensäge und womöglich weiteren Werkzeugen zerstückelt. Kunststoffreste, die in den Überresten des Mädchens gefunden wurden, sollen zu genau so einem Pool passen, der angeblich unter einem falschen Namen gekauft wurde. Außerdem soll D4vd noch Nachrichten und Anrufe an das Handy der Jugendlichen geschickt haben, als sie nach Ansicht der Staatsanwaltschaft bereits tot war, um ihre Spur zu verwischen.

Zum Tatzeitpunkt stand D4vd laut People bereits wegen des Verdachts im Fokus der Ermittler, Celeste über einen längeren Zeitraum sexuell missbraucht zu haben. In dem Schriftsatz heißt es, D4vd und die Schülerin hätten sich kurz vor ihrem Tod heftig über seine Kontakte zu anderen Frauen gestritten: Sie soll damit gedroht haben, die Beziehung öffentlich zu machen und damit seine Musikkarriere zu zerstören. Die Staatsanwaltschaft spricht von rund 40 Terabyte Beweismaterial und berichtet laut dem Magazin von einer großen Menge mutmaßlicher Kinderpornografie auf D4vds Handy. Seine Anwältinnen betonen dagegen in einem Statement, der Musiker sei "nicht die Ursache" für den Tod des Mädchens und kündigen an, seine Unschuld energisch zu verteidigen. Wegen besonderer Umstände drohen ihm im Falle einer Verurteilung lebenslange Haft ohne Bewährung oder sogar die Todesstrafe.

D4vd, Juni 2025
Imago
D4vd, Juni 2025
Ein Porträt von Celeste Rivas Hernandez bei einer Pressekonferenz von Los Angeles County District Attorney Nathan J. Hochman
Getty Images
Ein Porträt von Celeste Rivas Hernandez bei einer Pressekonferenz von Los Angeles County District Attorney Nathan J. Hochman
D4vd und seine Verteidigerin Marilyn Bednarski bei der Anklageverlesung in Los Angeles
Getty Images
D4vd und seine Verteidigerin Marilyn Bednarski bei der Anklageverlesung in Los Angeles