Großer Flop: Diesen Streifen bereut Sean Connery bis heute
Sean Connery (†90) ist für die meisten Menschen untrennbar mit James Bond verbunden – doch der 2020 verstorbene Schauspieler hat in seiner langen Karriere weit mehr gedreht als Agentenfilme. Weniger bekannt ist, dass er im Jahr 1964 gleich zwei Thriller auf die Leinwand brachte. Neben Alfred Hitchcocks (†80) "Marnie" war er auch in dem Film "Die Strohpuppe" unter der Regie von Basil Dearden zu sehen. An der Seite von Gina Lollobrigida (†94) und Ralph Richardson spielte er darin den skrupellosen Sekretär Anthony Richmond, der gemeinsam mit einer jungen Pflegerin plant, einen wohlhabenden Industriellen um sein Vermögen zu bringen. Der Film wurde ein echter Flop – und Sean selbst bezeichnete ihn später als einen seiner größten Fehler.
Gegenüber dem Magazin Playboy erklärte er freimütig, warum das Projekt scheiterte: "Ich war mit 'Die Strohpuppe' nicht besonders zufrieden. Die Probleme lagen allerdings bei mir selbst. Ich hatte ununterbrochen gearbeitet, wer weiß wie lange schon, und gleichzeitig versucht, Änderungen am Drehbuch vorzuschlagen, während ich parallel noch einen anderen Film drehte – so etwas ist immer tödlich. Es war eine Erfahrung, aber diesen Fehler werde ich nicht noch einmal machen." Der Streifen spielte nicht einmal seine Produktionskosten ein, und auch die Fachpresse ließ kaum ein gutes Haar daran. Kritisiert wurden neben der trägen Inszenierung auch Seans distanziert wirkendes Schauspiel.
Sean Connery hatte 1962 als erster Darsteller James Bond verkörpert und damit eine der bekanntesten Filmreihen der Geschichte mitgeprägt. Nachfolger wie Roger Moore (†89), Pierce Brosnan (72) und Daniel Craig (58) folgten in seinen Fußstapfen. Trotz zahlreicher Erfolge in anderen Rollen – darunter "Highlander", "Der Name der Rose" und "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" – blieb er in den Augen des Publikums stets vor allem der Mann mit der Lizenz zum Töten. Den Spion wurde er bis zum Ende seiner Karriere nicht mehr los.








