Versteckter "James Bond"-Filmpatzer bei Verfolgungsjagd
Sean Connery (†90) lieferte 1962 seinen ersten Auftritt als Agent 007 in "James Bond – 007 jagt Dr. No" ab – und legte damit den Grundstein für eine der erfolgreichsten Filmreihen aller Zeiten. Der Klassiker gilt bei vielen Fans bis heute als einer der besten Bond-Filme überhaupt und prägte zahlreiche ikonische Elemente des Genres. Doch bei genauerem Hinsehen offenbart ausgerechnet eine spektakuläre Verfolgungsjagd gleich mehrere filmische Patzer, wie Kino.de berichtet.
Die Szene, in der James Bond von Handlangern des Bösewichts Dr. No in einem Leichenwagen durch die kurvigen Landstraßen Jamaikas gejagt wird, hat es in sich. Aufmerksame Zuschauer können entdecken, dass beide Fahrzeuge zweimal durch dieselbe Kurve fahren – erkennbar am identischen Busch im Vordergrund. Zudem quietschen die Reifen bei den Kurvenmanövern lautstark, obwohl die Straße deutlich sichtbar aus Kies besteht. Ein solches Geräusch entsteht jedoch nur auf festem Asphalt oder Beton, nicht auf losem Untergrund. Den offensichtlichsten Fehler liefert das dramatische Finale der Jagd: Wenn der Leichenwagen von einer Klippe stürzt, handelt es sich plötzlich um ein anderes Automodell, das sich in Form und Details unterscheidet.
Solche Kontinuitätsfehler waren in den frühen 1960er-Jahren durchaus üblich, da die technischen Möglichkeiten zur Überprüfung des Materials während der Produktion begrenzt waren und Sicherheit bei gefährlichen Stunts Vorrang vor perfekter Bildkonsistenz hatte. Sean verkörperte den britischen Geheimagenten in insgesamt sieben Filmen und wurde dadurch zum Inbegriff von James Bond, obwohl Bond-Erfinder Ian Fleming (†56) nicht gerade begeistert von dem Schauspieler war. An seiner Seite spielte in "James Bond jagt Dr. No" Zena Marshall (†84) die Figur der Taro, während Joseph Wiseman den titelgebenden Bösewicht verkörperte.









