

Richard Lugners "echter Freund" äußert sich zur Ehe-Lüge
Im Streit um das Erbe des verstorbenen Baumeisters Richard Lugner (†91) meldet sich nun eine ungewöhnliche Stimme zu Wort: Roland Granzer, der über 16 Jahre lang als Chauffeur an Richards Seite stand, verteidigt in einem Interview mit oe24 die Witwe Simone Lugner vehement. Er widerspricht damit dem Vorwurf, die Ehe sei eine reine Fassade gewesen – und tut das mit Nachdruck. "Ich habe ihn Simone Lugner küssen sehen und er war noch nie so glücklich", schildert Granzer seine persönlichen Beobachtungen. Der Fahrer, der Richard zu unzähligen Terminen begleitete, beschreibt sich selbst als einen der wenigen echten Vertrauten des Unternehmers: "Ich glaube sogar, dass ich sein einziger echter Freund war."
Granzer geht in dem Interview noch weiter und berichtet, dass Richard ihn sogar vor der Hochzeit um Rat gefragt habe, ob er diesen Schritt wagen solle. Damit unterstreicht er, wie tief das Vertrauen zwischen den beiden war. Der Chauffeur erklärt auch, Richard habe ihm sämtliche Passwörter anvertraut und ihn darum gebeten, "alles Notwendige zu regeln". Außerdem stellt Granzer klar, dass Richard gewollt habe, dass seine Ex-Frau Christina seinen Nachnamen ablegt. Deren Behauptung, er habe sie noch einmal heiraten wollen, bezeichnet Granzer als "absoluten Schwachsinn". Dass Simone nun ihre Liebe öffentlich mit Fotos und Details beweisen müsse, empfindet er als beschämend: "Warum waren alle bei der Hochzeit dabei? Was kann Simone dafür, dass er so bald gestorben ist und warum ist sie dann jetzt die Schlechte?"
Hintergrund des Streits ist ein Gerichtsprozess rund um die Lugner Privatstiftung, in dem Christina – besser bekannt als Mausi – als Zeugin aussagte und schwere Vorwürfe gegen Simone erhob. Sie behauptete unter Wahrheitspflicht, Richard und Simone hätten in der Villa in Döbling faktisch getrennt gelebt und Richard habe ein isoliertes Apartment bewohnt, in dem sich kein einziger persönlicher Gegenstand von Simone befunden habe. Genau diese Version der Ereignisse will Granzer nicht gelten lassen. Er betont, Simone habe Richard in seinen letzten Lebensmonaten die gewünschte Geborgenheit gegeben – und kündigt an, ihr nun als "Mann der Ehre" beizustehen.







