Kampf gegen Stiftung: Simone Lugner scheitert vor Gericht
Simone Lugner hat im laufenden Rechtsstreit um die Döblinger Villa eine Niederlage kassiert. Knapp ein Jahr nachdem sie über ihren Anwalt Florian Höllwarth einen Antrag auf Absetzung des Vorstands der Lugner Privatstiftung eingereicht hatte, wies das Gericht diesen nun ab. Simone hatte als Begründung angeführt, der Stiftungsvorstand habe wesentliche Pflichten nicht erfüllt. Der Schritt war damals als Reaktion auf eine ihrer Ansicht nach ungerechtfertigte, angedrohte Räumungsklage erfolgt. Im Gespräch mit oe24 bestätigte die Witwe von Richard Lugner (†91) die Entscheidung: "Es stimmt. Das Gericht hat gegen mich entschieden."
Allerdings hat Simone nicht vor, klein beizugeben. "Ich habe aber die Möglichkeit, gegen das Urteil in Berufung zu gehen, was ich auch machen werde", erklärte sie in dem Interview. Der Rechtsstreit geht damit in die nächste Runde. Parallel läuft zudem die eigentliche Räumungsklage rund um das Wohnrecht in der Villa weiter. Bereits am Freitag findet die dritte Verhandlung in dieser Sache statt – als Zeugin geladen ist dabei auch Christina Lugner (60), die Ex-Frau des verstorbenen Baumeisters.
In dem Streit um Simones Wohnrecht in der Lugner-Villa gab es schon im Dezember heftigen Zündstoff. Damals sagte auch ihre Haushälterin vor Gericht aus und erhob schwere Vorwürfe. "Meiner Meinung nach haben die beiden gar nicht zusammengelebt", wurde die Angestellte von Heute zitiert. Simone soll laut ihrer Darstellung kaum aktiv gepflegt haben und vor allem arbeiten gewesen sein. Aus Simones Umfeld kamen damals sofort Gegenstimmen. Ihr Anwalt stellte klar, Richard sei "immer sehr selbstbestimmt und selbstständig" gewesen. Für Hilfe im Alltag seien Mitarbeiterinnen angestellt worden. Und auch der Chauffeur des Unternehmers hielt es laut einem Magazin für unwahrscheinlich, dass Richard überhaupt Pflege zugelassen hätte, "schon gar nicht von seiner Frau".






