Nach WM-Blamage: DFB sagt Pressekonferenz mit Nagelsmann ab
Das frühe Aus bei der Weltmeisterschaft in den USA hat für Deutschland ein unrühmliches Nachspiel: Nach dem Scheitern der Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale gegen Paraguay hat der Deutsche Fußball-Bund die geplante Abschlusspressekonferenz von Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) abgesagt. Eine öffentliche Stellungnahme des 38-Jährigen in Winston-Salem, wo das DFB-Team sein Quartier hatte, wird es damit nicht mehr geben. Wie Sport1 berichtet, berieten die Verantwortlichen noch bis tief in die Nacht über das weitere Vorgehen, ehe diese Entscheidung fiel. Die Nationalmannschaft tritt stattdessen am Dienstag direkt die Heimreise an.
Ursprünglich war die Pressekonferenz für 13 Uhr Ortszeit, also 19 Uhr deutscher Zeit, angesetzt. Ganz verstummen wollen Nagelsmann und der DFB laut Sport1 allerdings nicht – beide Seiten planen demnach, sich auf anderem Wege zu äußern. Wie genau das aussehen soll, ist aber noch offen. Die Absage der Pressekonferenz heizt die Spekulationen rund um Nagelsmanns Zukunft als Bundestrainer weiter an. DFB-Sportdirektor Rudi Völler (66) stellte sich zunächst hinter den Chefcoach: "Ich bin immer noch davon überzeugt, dass er wahrscheinlich der Richtige ist, um weiterzumachen", sagte er. Gleichzeitig schränkte Rudi ein: "Ich bin nicht der DFB alleine, ich habe das nicht alleine zu entscheiden." Deutlich schärfer äußerte sich TV-Experte Didi Hamann beim irischen Sender RTÉ Sport: "Offensichtlich ist es der Trainer. Es ist der Job eines Trainers, die Jungs zusammenzubekommen. Das ist ein Typ, der selten Spiele schaut. [...] Deswegen habe ich keine Sympathie für ihn. Ich glaube, er und das Team haben bekommen, was sie verdient haben."
Nagelsmanns Vertrag als Bundestrainer läuft eigentlich noch bis zur Europameisterschaft 2028. Direkt nach dem Elfmeter-Aus gegen Paraguay hatte er unmissverständlich klargemacht, dass er weitermachen wolle – und betont, er sei "keiner, der wegläuft". Ob er tatsächlich im Amt bleibt, ist nach der Absage der Pressekonferenz und den damit verbundenen Spekulationen nun aber völlig offen.












