

Kritik an FIFA: Tickets für das WM-Finale maßlos überteuert
Das WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien sorgt nicht nur auf dem Platz für Gesprächsstoff. Die horrenden Ticketpreise erhitzen laut Kicker.de die Gemüter – und das nicht nur bei regulären Fans. Auch TV-Experte Christoph Kramer (35) ließ in der Halbzeitpause des Finales im ZDF kein gutes Haar an den Preisen und kritisierte die FIFA öffentlich. Der spanische Nationalspieler Borja Iglesias hatte sich bereits zuvor zu Wort gemeldet und die Preise in einer Instagram-Story als "beschämend" bezeichnet – dazu postete er ein Foto der Stadion-Innenansicht mit den jeweiligen Ticketpreisen. Dass die Empörung so groß ist, kommt nicht von ungefähr: Über die offizielle FIFA-Website waren selbst noch am Finaltag Tickets erhältlich – allerdings zu Preisen, die für die meisten Menschen schlicht unerschwinglich sind.
Die günstigsten Karten lagen bei knapp 9.600 Euro, die teuersten bei fast 26.000 Euro. Und das für Plätze, die sich teilweise am Oberrang der Haupttribüne befinden – also weit entfernt vom Spielgeschehen. Verantwortlich dafür ist das sogenannte "Dynamic Pricing", bei dem sich die Preise an der Nachfrage orientieren. Auf dem Zweitmarkt sieht es noch drastischer aus: Auf der offiziellen FIFA-Weiterverkaufsplattform wurden Tickets der Kategorie 3 zwischen 6.838 Euro und satten 2 Millionen Euro angeboten. Für die FIFA selbst ist das ein lukratives Geschäft – der Verband kassiert sowohl vom Käufer als auch vom Verkäufer jeweils 15 Prozent des Verkaufspreises. Bei einem tatsächlichen Verkauf für 2 Millionen Euro würde die FIFA damit knapp 600.000 Euro einnehmen.
Das Finale steht ohnehin bereits seit Wochen im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses – und das nicht nur wegen der überteuerten Tickets. Schon das Rahmenprogramm vor dem Anpfiff hatte für heftige Diskussionen gesorgt. Neben aufwendigen Auftritten von Stars wie Post Malone (31), Robbie Williams (52) und Nicole Scherzinger (48) hielt Hollywoodstar Tom Cruise (64) eine Rede im Stadion. Während die glamouröse Inszenierung im Netz auf breite Kritik stieß, wurde einzig Justin Biebers (32) schlichter Akustikauftritt mit Gitarre von vielen Fans positiv hervorgehoben.







