Gegner verpetzt? Lionel Messi polarisiert nach WM-Finale
Beim WM-Finale zwischen Argentinien und Spanien am Sonntag im MetLife Stadium in New Jersey sorgte Lionel Messi (39) nicht nur wegen seiner enttäuschenden Leistung für Gesprächsstoff. In einer bisher unbekannten Rolle versuchte der argentinische Kapitän, den Schiedsrichter auf ein vermeintliches Vergehen von Spaniens Linksverteidiger Marc Cucurella (27) aufmerksam zu machen. Dieser hatte sich laut blick.ch während eines kurzen Wortgefechts nach dem Platzverweis gegen einen argentinischen Spieler für einen Moment die Hand vor den Mund gehalten – ein scheinbar unbeabsichtigter Reflex, den Cucurella selbst sofort bemerkte und korrigierte. Messi allerdings interpretierte die Geste offenbar als Diskriminierung und meldete sie umgehend dem Schiedsrichter. Die Szene löste hitzige Diskussionen aus und überschattete den ohnehin bitteren Abend des Superstars.
Für Messi war das Finale gleich in mehrfacher Hinsicht eine Enttäuschung. Im 207. Länderspiel seiner Karriere blieb er erstmals in diesem Turnier ohne Torbeteiligung – sein einziger Abschluss, ein geblockter Schuss in der 117. Minute, war zugleich der erste Torschuss der gesamten argentinischen Mannschaft in der Partie. Gegen eine spanische Abwehr, die im gesamten Turnier nur ein einziges Gegentor zugelassen hatte, fand der Kapitän nie wirklich in sein Spiel. Argentiniens Trainer Lionel Scaloni ließ nach dem Finalverlust offen, ob Messi der Nationalmannschaft weiterhin zur Verfügung stehen wird. "Ich habe immer klar gesagt, dass er so lange spielen wird, wie er möchte", erklärte Scaloni. "Für mich ist er der größte Fußballer aller Zeiten. Sein Vermächtnis geht weit über Titel und Statistiken hinaus."
Dabei hatte Lionel Messi bei dieser WM in Nordamerika zuvor in überragender Form gespielt. Mit acht Turniertoren und vier Vorlagen in acht Spielen lieferte der 39-Jährige eine Kampagne ab, die ihm vor dem Turnier kaum jemand zugetraut hatte. Argentinien hatte sich unter anderem im Halbfinale gegen England ins Finale gekämpft, wo Ferran Torres in der Verlängerung den entscheidenden Treffer für Spanien erzielte und rund 1,7 Milliarden Menschen weltweit das dramatische Endspiel verfolgten. Auch in der ewigen WM-Torschützenliste verpasste Messi seinen Wunsch: Kylian Mbappé (27) überholte ihn mit 22 WM-Treffern und liegt nun einen Treffer vor dem Argentinier.












