

Uschi Glas trauert um ihren Filmkollegen Werner Enke (†85)
Werner Enke, einer der bekanntesten deutschen Schauspieler der späten 1960er-Jahre, ist tot. Der Komödienstar starb am 20. Juli nach schwerer Krankheit in München im Alter von 85 Jahren. Ein Freund bestätigte seinen Tod gegenüber der dpa und berief sich dabei auf Enkes Lebensgefährtin May Spils. Nun nimmt auch Schauspielerin Uschi Glas (82) Abschied von ihrem langjährigen Weggefährten. Gemeinsam standen die beiden für den Kultfilm "Zur Sache, Schätzchen" vor der Kamera. Gegenüber der Münchner Abendzeitung erinnert sich Uschi an die gemeinsame Zeit und richtet ihre Worte direkt an den Verstorbenen: "Aber jetzt bist du im Himmel und schaust auf uns hinab."
Von Herzen wolle sie sich bei Werner bedanken. Eigentlich hätten die beiden im Jahr 2028 gemeinsam das 60. Jubiläum von "Zur Sache, Schätzchen" feiern wollen – doch dazu wird es nun nicht mehr kommen. Die Dreharbeiten seien für sie eine besondere Zeit gewesen, auch wenn sie sich "ab und zu auch ganz schön gekabbelt" hätten. Die beiden hätten sehr unterschiedliche Persönlichkeiten gehabt: Uschi sei "die Bürgerliche" gewesen, Werner hingegen "der Bürgerschreck". Er habe sie fasziniert – und sie ihn womöglich auch ein bisschen. Zum Abschied sagt sie: "Also, lebe wohl, lieber Werner, und schau uns von da oben zu, und hab eine schöne Zeit, da draußen im Himmel, im Weltall..."
Mit "Zur Sache, Schätzchen" gelang Werner Enke 1968 an der Seite von Uschi der große Durchbruch. Regie führte damals May Spils, die zugleich seine Lebensgefährtin war – und, wie Uschi betont, die erste Regisseurin, mit der sie überhaupt zusammenarbeitete. Gerne hätte sie erneut mit den beiden gedreht, doch dazu kam es nicht mehr. Nach Werners Tod führte Uschi noch ein langes Gespräch mit May. Die beiden verbindet nicht nur die gemeinsame Erinnerung an den Schauspieler, sondern auch die Hoffnung, dass etwas von einem Menschen bleibt: Sie glauben, "dass die Seele irgendwie, irgendwo weiter existiert".







