Prinz Harry muss lange auf Höhe der Millionenklage warten

Prinz Harry muss lange auf Höhe der Millionenklage warten

- Janine Karrasch
Lesezeit: 2 min
Promiflash.de bei Google bevorzugen

Prinz Harry (41) erlebt vor dem High Court in London ein teures Nachspiel: Der Royal hat seinen spektakulären Prozess gegen den Verlag der "Daily Mail" verloren – und nun droht ihm gemeinsam mit Mitklägerin Elizabeth Hurley (61) und Musiklegende Elton John (79) eine gigantische Rechnung. Wie britische Medien berichten, sprach Richter Nicklin von "beispiellosen" Kosten in diesem Medienrechtsfall. Der Verlag Associated Newspapers soll laut "Hello!" bereits mehr als 34,5 Millionen Pfund (rund 40 Millionen Euro) an Anwalts- und Verfahrenskosten angehäuft haben. Am 28. August wird für Harry und die anderen Kläger eine erste saftige Zwischenzahlung fällig, doch wie viele Millionen sie am Ende genau schultern müssen, ist noch völlig offen.

Hintergrund des Verfahrens: Harry und sechs weitere Prominente hatten dem Verlag der "Daily Mail" vorgeworfen, sich durch unrechtmäßige Informationsbeschaffung wie dem Abhören von Mailboxen und dem Anzapfen von Festnetztelefonen an ihrer Privatsphäre vergangen zu haben. Nach einer elfwöchigen Mammut-Verhandlung wies der Richter die Klagen jedoch komplett ab. In seinem 436 Seiten starken Urteil stellte er fest, dass keiner der insgesamt sieben Kläger die Vorwürfe ausreichend belegen konnte. Die Anwälte von Associated Newspapers fordern nun eine Zwischenzahlung von mehr als 9,9 Millionen Pfund, die Gegenseite hält rund 7,9 Millionen (11,6 Millionen Euro) für angemessen. Nicholas Bacon, der Rechtsvertreter der Gruppe, bezeichnete die vom Verlag geforderte Summe in schriftlichen Eingaben als "offensichtlich überzogen". Harry hatte im Januar persönlich in London ausgesagt und sich dabei emotional gezeigt. Vor Gericht erklärte er über den Verlag laut Prozessprotokoll: "Sie haben das Leben meiner Frau zu einem absoluten Albtraum gemacht."

Nach dem verlorenen Verfahren meldete sich der Herzog von Sussex mit einer langen schriftlichen Stellungnahme zu Wort, in der er das Urteil als "komplette und offensichtliche Vertuschung" bezeichnete und von einem "schockierenden" Versuch sprach, den Verlag reinzuwaschen. "Wir sind vor Gericht gegangen, um Gerechtigkeit und Verantwortlichkeit zu bekommen. Doch wir haben beides nicht erhalten", hieß es in dem Statement. In den vergangenen Jahren hatte sich Harry immer wieder offen über den enormen Druck durch Boulevardmedien geäußert und betont, wie sehr ihn die Erfahrungen mit der Presse seit dem Tod seiner Mutter geprägt haben. Auch jetzt macht der Royal deutlich, dass es ihm in den Verfahren nicht nur ums Geld geht, sondern aus seiner Sicht um Verantwortung und Gerechtigkeit im Umgang mit seiner Familie.

Prinz Harry nach einer Veranstaltung das Chatham House in London, Juli 2026
Imago
Prinz Harry nach einer Veranstaltung das Chatham House in London, Juli 2026
Elton John und Prinz Harry, Juli 2018
Getty Images
Elton John und Prinz Harry, Juli 2018
Prinz Harry und Meghan besuchen das Australian National Veterans Arts Museum in Melbourne
Imago
Prinz Harry und Meghan besuchen das Australian National Veterans Arts Museum in Melbourne
Sollte Harry nach diesem Urteil in Berufung gehen?