Wird Andrew trotz des Epstein-Skandals königlich bestattet?
Trotz seiner Verstrickung in den Skandal um Jeffrey Epstein (†66) und seines Rückzugs aus dem Kreis der arbeitenden Royals könnte Andrew Mountbatten-Windsor (66) nach seinem Tod mit königlichen Ehren beigesetzt werden. Wie die Mail on Sunday berichtet, steht er weiterhin auf einer geheimen Liste der britischen Regierung, auf der die Begräbnisse hochrangiger Mitglieder des Königshauses geregelt sind. Das streng vertrauliche Konzept werde vom Kabinettsbüro überwacht und in regelmäßigen Abständen auf den neuesten Stand gebracht. Weder die Behörde noch der Buckingham-Palast wollten sich zu den brisanten Informationen äußern. Für den früheren Duke of York wäre das eine bemerkenswerte Wendung: Öffentlich hat er längst jede Rolle im Königshaus verloren, hinter den Kulissen scheint sein Name in den Planungen für den Ernstfall aber weiterhin aufzutauchen. Wann die Liste zuletzt überarbeitet wurde, geht aus dem Bericht nicht hervor.
Als Schauplatz einer möglichen Trauerfeier gilt Königshausexperten zufolge die St.-George's-Kapelle auf Schloss Windsor. Seine letzte Ruhe könnte Andrew demnach auf dem Royal Burial Ground in Frogmore finden. Die Aussicht darauf sorgt allerdings schon jetzt für deutlichen Widerspruch. Die US-Anwältin Gloria Allred, die zahlreiche Opfer des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein vertreten hat, stellte gegenüber dem Newsportal die Frage, welche Botschaft eine solche Ehrung an die Betroffenen aussenden würde. Auch aus der Politik kommt Kritik: Die konservative Abgeordnete Alicia Kearns sieht laut demselben Bericht keinen Grund, warum Andrew ein königliches Begräbnis zustehen sollte. Die Verbindungen zwischen Jeffrey und dem Royal beschäftigen die britische Öffentlichkeit bis heute.
Andrew gehörte einst zu den prominentesten Mitgliedern der britischen Königsfamilie und war regelmäßig bei offiziellen Terminen zu sehen. Infolge seiner Kontakte zu Jeffrey musste er jedoch seine militärischen Ehrenämter abgeben und sämtliche Aufgaben für das Königshaus niederlegen. Im Oktober 2025 folgte der endgültige Schritt: Der frühere Duke of York verlor offiziell seine Titel, auch die Anrede "Seine Königliche Hoheit" wird in der Öffentlichkeit nicht mehr verwendet. Im Privaten soll er an seinem einstigen Status allerdings festhalten. Einem Bericht des Mirror zufolge wies Andrew sein Personal an, ihn zu Hause weiterhin mit seinen alten Anreden anzusprechen. Nach außen hin ist von seinem früheren Leben als Royal damit kaum noch etwas übrig geblieben – hinter verschlossenen Türen scheint der Alltag jedoch ein anderer zu sein.








