Darum ließ Olivia Wilde 20-Millionen-Dollar-Deal sausen
Olivia Wilde (42) hat sich gegen einen Millionendeal und für die große Leinwand entschieden. Ihre neue Komödie "The Invite" feierte im Januar 2026 beim Sundance Film Festival Premiere – und Netflix soll sein Angebot für die Rechte daraufhin auf 20 Millionen Dollar (17,3 Millionen Euro) hochgeschraubt haben. Die Regisseurin schlug trotzdem zu, allerdings bei einem anderen Anbieter: A24 legte Deadline zufolge nur rund zwölf Millionen Dollar (7,5 Millionen Euro) auf den Tisch, sicherte dafür aber eine Auswertung im Kino zu. Bei einem Pressegespräch auf dem Filmfestival Locarno erklärte Olivia jetzt, warum ihr die Kinoleinwand mehr wert war als die zusätzlichen acht Millionen Dollar (6,9 Millionen Euro). "Sie zahlen dir mehr. Sie bestechen dich, damit du deinen Film nicht ins Kino bringst", sagte die Filmemacherin dort über die Praktiken der Streaminganbieter. Ihre Entscheidung fiel damit klar zugunsten der klassischen Auswertung aus.
Namentlich nannte Olivia den Streamingdienst bei ihrer Kritik nicht. Angesichts des 20-Millionen-Dollar-Angebots werden ihre Aussagen laut Deadline jedoch auf Netflix bezogen. Nach dem Debüt in Sundance hatten sich gleich mehrere Player einen Bieterwettstreit um "The Invite" geliefert: Neben A24 und Netflix sollen auch Searchlight, Focus Features und NEON mitgeboten haben. Aus Sicht der Schauspielerin profitieren von einem finanziell stärkeren Streamingdeal vor allem die Geldgeber. Die Filmschaffenden selbst verlieren dadurch unter Umständen die Chance, ihr Werk überhaupt im Kino zu zeigen. Dass sie das höhere Angebot ausschlagen konnte, verdankt sie nach eigenen Angaben ihrem Produktionspartner: Annapurna habe ihr die nötige Freiheit gelassen, auf einem Kinostart zu bestehen. Gemeinsam mit A24 fiel die Wahl deshalb auf die große Leinwand. Bei Publikum und Kritikern kam der Film dem Bericht zufolge ohnehin gut an.
Bei "The Invite" steht Olivia nicht nur hinter der Kamera, sondern übernimmt auch selbst eine Rolle. Das Kammerspiel dreht sich um vier Figuren: Olivia und Seth Rogen (44) verkörpern das Gastgeberpaar, das Penélope Cruz (52) und Edward Norton (56) als zweites Paar bei sich empfängt. Für die auffällige Optik des Films holte sich die Regisseurin Rat bei einem Kollegen – Kultregisseur Quentin Tarantino (63) gab ihr während der Dreharbeiten einen Tipp, an dem sie sich orientierte. Der Zuspruch der Kritiker lässt sich laut Deadline inzwischen auch in Zahlen ablesen: Auf der Plattform Rotten Tomatoes kam "The Invite" zuletzt auf 96 Prozent. Damit stand der Erfolg bei den Rezensenten schon fest, bevor überhaupt entschieden war, wie und wo der Film ausgewertet wird.










