Coleen Rooney musste nach Enzephalitis wieder laufen lernen
Coleen Rooney (40) schwebte als kleines Mädchen in Lebensgefahr. Im Alter von drei Jahren erkrankte sie an einer Enzephalitis – einer Entzündung des Gehirns. In der Disney+-Dokuserie "The Real Rooneys" spricht ihre Mutter Colette McLoughlin unter Tränen über die dramatischen Stunden von damals. "Als sie drei Jahre alt war, wurde Coleen sehr krank, und es stellte sich heraus, dass es Enzephalitis war", erinnert sie sich. "Ihr Gehirn schwoll an, sie konnte nicht reden, sie konnte nicht laufen, sie konnte nicht sprechen, sie brachte ihre Worte nur stolpernd hervor. Als wir im Alder Hey Hospital ankamen, fiel sie ins Koma...", erläutert Colette die schlimmen Ereignisse. Die Familie schwebte damals zwischen Hoffen und Bangen. Colette zufolge sei einen ganzen Tag lang völlig ungewiss gewesen, ob ihre Tochter die Erkrankung überleben würde.
Auch nach dem Erwachen war Coleens Leidensweg noch nicht vorbei. Ihre gesamte Koordination war verloren gegangen, weshalb sie das Laufen mühsam von Grund auf neu erlernen musste. "Ich werde gleich traurig ... 24 Stunden lang stand es auf der Kippe. Sie musste wieder laufen lernen, ihre gesamte Koordination war weg. Aber ich bin so dankbar, weil sie am Leben war", schildert Colette das Ausmaß der Erkrankung. Weitere Details zum Genesungsverlauf nennt sie nicht. Eine Enzephalitis ist grundsätzlich behandelbar und häufig heilbar. Der Verlauf hängt jedoch unter anderem von der Ursache, dem Schweregrad und einem möglichst schnellen Therapiebeginn ab. Die Erfahrung bewegte Colette und ihren Mann Tony später dazu, Kinder mit besonderen Bedürfnissen und Behinderungen zur Pflege und Entlastungsbetreuung aufzunehmen. "Wir wollten etwas zurückgeben", erklärt Colette die Beweggründe.
Durch die Pflegetätigkeit ihrer Eltern kam schließlich die zweijährige Rosie in Coleens Leben. Das Mädchen hatte das seltene Rett-Syndrom, war auf intensive Unterstützung angewiesen und wurde später von der Familie adoptiert. Zwischen den beiden entstand eine innige Verbindung. "Wir haben uns sofort in sie verliebt. Sie hatte eine seltene genetische Störung, die viel Pflege und Aufmerksamkeit erforderte", erzählt Coleen in der Dokuserie. Rosie wurde für sie zu der Schwester, mit der sie nie gerechnet hatte: Coleen, die Anfang des Jahres eine Ehekrise mit ihrem Mann Wayne Rooney (40) durchlebt haben soll, frisierte sie gern und suchte gemeinsam mit ihrer Mutter Kleidung für sie aus. 2008 und 2010 reiste die Britin zudem als Pilgerin nach Lourdes und betete dort für die Heilung ihrer Schwester. Doch Rosie starb im Kreis ihrer Angehörigen, knapp einen Monat vor ihrem 15. Geburtstag. Sowohl die eigene schwere Erkrankung als auch die Zeit mit Rosie prägen heute Coleens Engagement für Kinder. Damit möchte sie ihren Eltern nach eigener Aussage auch zeigen, dass sie deren Werte nicht vergessen hat.
























