Warum Olivia Wilde Gen Z jetzt jede Scham austreiben will
Olivia Wilde (42) hat eine klare Botschaft für die jüngere Generation: Peinliche Momente sollen nicht verdrängt, sondern gefeiert werden. Im Gespräch mit dem Magazin Impact sprach die Schauspielerin und Regisseurin offen darüber, wie Gen Z entspannter mit Scham und Peinlichkeit umgehen sollte – und das im Rahmen der Promotion ihres neuen Films "I Want Your Sex". "Jedes peinliche Ding, das dir jemals passieren kann, ist ein Ehrenzeichen. Sammle sie wie Trophäen, leg los. Wenn du ein Leben ohne peinliche Momente lebst, hast du ein langweiliges Leben geführt und Zeit verschwendet", erklärte sie.
Gleichzeitig blickt Wilde kritisch auf ihre eigene Vergangenheit zurück. Im Podcast "Call Her Daddy" sprach sie über die Zeit, als sie 2009 auf Platz eins der Maxim-Hot-100-Liste gewählt wurde – ein Ereignis, das sie heute als "das verdammt kaputteste Ding der Welt" bezeichnet. "Ich erinnere mich, dass mein Publicist mich anrief und sagte: Du bist Nummer eins, willst du die Auszeichnung annehmen?", erzählte sie. Obwohl sie die Problematik dahinter erkannte – ihr Wert sei damals vollständig von einer "launischen, subjektiven Definition von Schönheit" abhängig gewesen – räumte sie auch ein: "Ich bekam Rolle um Rolle dadurch. Es hat zu Besetzungen geführt." Heute steht sie hinter der Kamera und empfindet das als befreiend. Mit ihrem aktuellen Film "The Invite", den sie selbst inszenierte und in dem sie neben Seth Rogen (44) und Penelope Cruz (52) zu sehen ist, erhält sie derzeit begeisterte Kritiken.
In "I Want Your Sex", dem erotischen Komödienfilm des Arthouse-Regisseurs Gregg Araki, spielt Olivia die provokante Künstlerin Erika Tracy. Araki ist vor allem für den Indie-Kultklassiker "The Doom Generation" von 1995 bekannt. Ihre Karriere hinter der Kamera startete die Schauspielerin 2019 mit der Teenagerkomödie "Booksmart". Gegenüber The Talks beschrieb sie das Erlebnis damals als tiefgreifend befreiend: "Als ich zum ersten Mal auf meinem eigenen Set 'Action' rief, spürte ich zum ersten Mal einen Thrill von Unabhängigkeit. Mein Wert am Set hing vollständig von meinen Ideen ab."








