Guter Zweck: Leo Neugebauer versteigert getragene Schuhe
Leo Neugebauer (26) lässt seinem EM-Triumph eine besondere Geste folgen: Der Zehnkämpfer, der sich kürzlich in Birmingham den Europameistertitel sicherte, trennt sich von einem ganz persönlichen Erinnerungsstück. Einer seiner getragenen und signierten Wettkampfschuhe kommt für den guten Zweck unter den Hammer. Wie das Auktionsportal United Charity am Freitag bestätigte, können Fans bis zum 2. September 2026 auf das besondere Sammlerstück bieten. Auch zwei Smartwatches gehören zur Auktion. Der Erlös kommt der Österreichischen Sporthilfe zugute. Die gemeinnützige und unabhängige Organisation unterstützt Spitzensportlerinnen und Spitzensportler dabei, finanziell und sozial abgesichert zu sein – unabhängig davon, ob sie mit oder ohne körperliche Behinderung antreten.
Seinen sportlichen Erfolg hatte Leo bereits am Donnerstagabend perfekt gemacht: Bei den Europameisterschaften holte sich der Zehnkämpfer den Titel. Nach zwei intensiven Wettkampftagen und zehn Disziplinen setzte er sich mit 8611 Punkten durch – gerade einmal 38 Zähler vor seinem deutschen Teamkollegen Niklas Kaul aus Mainz, der Silber gewann. Nach dem abschließenden 1500-Meter-Lauf zeigte sich der Stuttgarter im ZDF erleichtert: "Ich habe alles gegeben, auf den letzten 50 Metern haben mich meine Beine wieder ein bisschen im Stich gelassen, aber ich habe nochmal durchgezogen." Anschließend fügte er hinzu: "Es hat gereicht. Also zwei Medaillen für Deutschland im Zehnkampf – das geht gar nicht besser."
Vor rund neun Monaten stand Leo auch abseits der Tartanbahn im Rampenlicht. Damals wurde bekannt, dass er mit dem Bambi 2025 in der Kategorie Sport ausgezeichnet wird. Und das, während er sein Leben weiter in den USA organisiert. Er trainiert in Austin an der University of Texas. Gegenüber FOCUS online machte er klar, wie viel ihm die Ehrung bedeutet: "Der Bambi ist eine der größten Ehrungen in Deutschland." Und er ergänzte: "Es macht mich stolz, in die kurze Liste der Leichtathletik-Preisträger aufgenommen zu werden." Auch als Vorbild sah sich Leo. "Auf jeden Fall", sagte er. Kurz nach seinem WM-Triumph reiste er zudem mit UNICEF nach Kamerun, in die Heimat seines Vaters, und besuchte dort Kinderprojekte.







