Nach Festnahme: Andrew Mountbatten-Windsor verklagt Polizei

Nach Festnahme: Andrew Mountbatten-Windsor verklagt Polizei

- Sandrine Palme
Lesezeit: 3 min
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Andrew Mountbatten-Windsor (66) geht nun juristisch gegen das Vorgehen der Polizei vor. Wie The Telegraph berichtet, hat der Royal eine gerichtliche Überprüfung der Maßnahmen der Thames Valley Police beantragt. Ein Richter am High Court ließ den Antrag bereits zu. Nun soll geprüft werden, ob die Ermittler bei ihrem viel beachteten Einsatz im Februar rechtmäßig vorgegangen sind. Konkret geht es um die Durchsuchungsbeschlüsse für zwei Anwesen: Andrews derzeitige Unterkunft Marsh Farm auf dem Sandringham-Anwesen sowie seinen früheren Wohnsitz Royal Lodge in Windsor. Ausgerechnet an seinem 66. Geburtstag war Andrew in Marsh Farm festgenommen worden. Die Beamten brachten ihn anschließend zur rund 64 Kilometer entfernten Polizeiwache in Aylsham, wo er wegen des Verdachts auf Fehlverhalten in einem öffentlichen Amt beinahe zwölf Stunden lang befragt wurde. Danach kam er wieder auf freien Fuß, die Ermittlungen gegen ihn dauern jedoch weiterhin an.

Über mehrere Tage hinweg durchsuchte die Polizei sowohl Marsh Farm als auch Royal Lodge und beschlagnahmte dabei Dokumente und weitere Gegenstände. Die entsprechenden Beschlüsse hatte zuvor ein Richter am Old Bailey auf Antrag der Thames Valley Police erlassen. Bei einer nicht öffentlichen Anhörung am High Court soll in den kommenden Tagen nun darüber entschieden werden, ob bestimmte Unterlagen im Zusammenhang mit dem Prüfverfahren freigegeben werden. Ausgangspunkt der Ermittlungen waren die veröffentlichten Epstein-Akten. Andrew soll während seiner Tätigkeit als britischer Handelsbeauftragter zwischen 2001 und 2011 sensible Berichte über Reisen nach Asien an den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) weitergegeben haben. Darunter soll sich auch ein vertrauliches Dokument über Investitionsmöglichkeiten in der afghanischen Provinz Helmand befunden haben. Nach Andrews Festnahme reagierte König Charles III. (77) mit einem schriftlichen Statement, das The Telegraph veröffentlichte. "Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen", erklärte der Monarch und äußerte seine "größte Besorgnis" über die Anschuldigungen.

"Was nun folgt, ist das vollständige, faire und ordnungsgemäße Verfahren, in dem diese Angelegenheit auf angemessene Weise und durch die zuständigen Behörden untersucht wird", betonte Charles weiter. Im Mai weitete die Thames Valley Police ihre Untersuchung zusätzlich auf Vorwürfe sexuellen Fehlverhaltens aus und trieb später auch Ermittlungen in den USA voran. Dort sollten Angehörige der 2025 verstorbenen Virginia Giuffre (†41) befragt werden. Sie hatte Andrew sexuellen Missbrauch vorgeworfen – Anschuldigungen, die er stets zurückwies. Seit seiner Festnahme soll sich der Royal weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen haben und auf dem Sandringham-Anwesen leben. Zu seinem Bruder Charles bestehe derzeit kein Kontakt. Rückhalt soll Andrew hingegen von seinen Geschwistern Prinzessin Anne (76) und Prinz Edward (62) erhalten. Freunde beschreiben seine derzeitige Situation gegenüber der Zeitung als Leben "in der Schwebe", während er auf den Abschluss der langwierigen Ermittlungen wartet.

Andrew Mountbatten-Windsor, September 2025
Getty Images
Andrew Mountbatten-Windsor, September 2025
Britische Zeitungen berichten über die Festnahme von Andrew Mountbatten-Windsor am 19. Februar 2026
Getty Images
Britische Zeitungen berichten über die Festnahme von Andrew Mountbatten-Windsor am 19. Februar 2026
Andrew Mountbatten Windsor fährt vom Royal Lodge die Long Walk entlang zum Reiten in Windsor, 6. Januar 2026
Imago
Andrew Mountbatten Windsor fährt vom Royal Lodge die Long Walk entlang zum Reiten in Windsor, 6. Januar 2026
Andrew gegen die Polizei: Findet ihr die gerichtliche Überprüfung der Durchsuchungen richtig?