Statt Karriere zu machen: Rani Mukerji sollte jung heiraten
Rani Mukerji (48) gehört seit Jahrzehnten zu den gefeierten Gesichtern Bollywoods – dass sie überhaupt einen Beruf ausüben würde, war in ihrer Familie aber lange kein Thema. Im Gespräch mit Filmemacher Karan Johar in den Studios von Yash Raj Films erinnerte sich die Schauspielerin an die Erwartungen, die während ihrer Kindheit an sie gestellt wurden. "Damals, als wir aufwuchsen, kam meinem Vater nie wirklich in den Sinn, dass ich arbeiten würde. Das wurde eher als Verantwortung eines Jungen angesehen. Diese Verantwortung sahen sie bei meinem Bruder", erzählte sie laut Indian Express. Für sie selbst hätten die Pläne ihrer Eltern ganz anders ausgesehen: "Bei mir war es ganz klar: Sie wollten, dass ich in sehr jungem Alter heirate." Statt einer frühen Ehe folgte dann jedoch eine Karriere vor der Kamera, die inzwischen rund drei Jahrzehnte andauert.
Dabei stammt Rani durchaus aus einer Filmfamilie – ihr Vater Ram Mukherjee arbeitete als Regisseur. Glamourös sei es zu Hause aber nicht zugegangen, die Einnahmen hätten gerade gereicht, um über die Runden zu kommen. Die Wende brachte schließlich das Angebot für ihr Debüt "Raja Ki Aayegi Baraat": Ein befreundeter Produzent bot ihr die Rolle an, und ihre Mutter ermutigte sie, zuzusagen. Heute vermutet die Schauspielerin, dass dahinter mehr steckte als nur Begeisterung für das Filmgeschäft. "Damals wurde mir nicht klar, dass meine Mutter wahrscheinlich nach einem Weg suchte, die finanzielle Situation bei uns zu Hause zu verbessern. Denn sie wussten, dass es gut für uns wäre, wenn ich in diesem Bereich Erfolg hätte. Aber damals habe ich es nicht aus diesem Blickwinkel betrachtet", so Rani. Ihr Fazit zu diesem Start: "Das Schicksal hatte andere Pläne für mich."
Aus dem ungeplanten Einstieg wurde eine Laufbahn, die mittlerweile rund 30 Jahre umfasst. Anlässlich dieses Jubiläums wandte sich Rani im Januar über den Instagram-Account von Yash Raj Films mit einem persönlichen Brief an ihre Community und bedankte sich für die jahrelange Unterstützung. Ihre Anfangszeit wirkt bis heute nach: Am Set fühle sie sich nach eigenen Angaben manchmal noch immer wie das nervöse Mädchen, das vor drei Jahrzehnten seine ersten Schritte vor der Kamera machte. Auch ihr Freund und Kollege Anil Kapoor ließ das Jubiläum nicht unkommentiert und würdigte es öffentlich. Die beiden verbindet eine gemeinsame Vergangenheit im Filmgeschäft – zusammen standen sie einst für "Nayak: The Real Hero" vor der Kamera.










