

Das war Schauspieler Kostja Ullmanns beruflicher Plan B
Kostja Ullmann (42) steht seit Jahren vor der Kamera – doch beinahe hätte er einen ganz anderen Weg eingeschlagen. Bei seinem Besuch in einem Jugendcafé verriet der Schauspieler jetzt im Gala-Interview, dass er lange mit einem zweiten Berufswunsch geliebäugelt hat. "Mein Plan B war tatsächlich immer, eine Ausbildung zum Erzieher zu machen", erklärte er. Die Arbeit mit Kindern oder Jugendlichen habe er sich stets gut vorstellen können. Letztlich setzte er dann aber voll auf die Schauspielerei, die ihm bereits früh enorm viel Freude bereitete. In dem Jugendcafé legte er gemeinsam mit jungen Leuten selbst Hand an: In einem Upcycling-Workshop entstanden aus Sperrmüll neue Möbel. Das inklusive Projekt bringt Jugendliche mit und ohne Behinderung zusammen und gibt ihnen Raum, kreativ zu werden.
Der Ort ist jedoch weit mehr als eine Werkstatt für kreative Ideen. Die jungen Besucher bekommen dort auch Unterstützung bei Bewerbungen, Behördengängen, schulischen Themen und Fragen des Alltags. "Vielleicht ist das auch ein Grund, warum ich mich an einem Ort wie diesem Jugendcafé sehr wohlfühle und solche Projekte gerne unterstütze", sagte Kostja mit Blick auf seinen früheren Berufswunsch. Beim gemeinsamen Möbelbauen sei ihm deutlich geworden, dass es vor allem um Gemeinschaft, Zusammenhalt und echte Teilhabe gehe: Die Jugendlichen sollen mitmachen, mitentscheiden und ihre eigenen Fähigkeiten entdecken. Seine handwerklichen Talente bewertet der Schauspieler eher nüchtern als mittelmäßig – er probiere gerne selbst etwas aus, Arbeiten mit Wasser oder Strom überlasse er aber lieber Profis. Der Workshop erinnerte ihn zudem an seine erste eigene Wohnung, die hauptsächlich mit bezahlbaren und übernommenen Möbeln eingerichtet war. Eine selbst gebaute Bar habe damals nicht besonders lange gehalten.
Auf der Bühne stand Kostja bereits im Alter von elf Jahren. Dass die Schauspielerei einmal sein Beruf werden würde, war ihm damals noch nicht klar – doch das Spielen machte ihm so viel Spaß, dass er unbedingt weitermachen wollte. Beim Erwachsenwerden habe er Unterstützung von seiner Familie, von Freunden und später auch von Menschen aus seinem beruflichen Umfeld erhalten. Aus eigener Erfahrung hält er Anlaufstellen wie das Jugendcafé deshalb für wichtig, weil junge Menschen nicht alles allein stemmen müssten. Die Begegnungen mit den Jugendlichen lassen ihn gelegentlich auch über eigenen Nachwuchs nachdenken. "Natürlich kommt einem dieser Gedanke manchmal", gab er zu. Ob und wann Kinder für ihn persönlich zum Thema werden, möchte der Schauspieler allerdings privat halten. Er finde es grundsätzlich schön, jungen Menschen etwas mitzugeben – betonte aber gleichzeitig, dass auch er selbst viel von ihnen lernen könne.







