

Guido Maria Kretschmer zweifelt nach jedem großen Auftritt
Große Bühnen, viele Blicke, Applaus – für Guido Maria Kretschmer (61) gehört das seit Jahren zum Alltag. Doch so souverän der Modedesigner vor Publikum auftritt, so kritisch schaut er anschließend auf sich selbst. In einer neuen Folge seines Podcasts "feinstoff" sprach er mit Sänger Max Giesinger (37) darüber, wie unterschiedlich beide mit Auftritten vor Menschenmassen und den damit verbundenen Unsicherheiten umgehen. Nervös werde er im Vorfeld oder während eines Termins nämlich überhaupt nicht – und auch die Größe des Publikums spiele für ihn keine Rolle. "Ich habe das gern, wenn da viele sind, und mir macht das auch gar nichts aus. Ich gehe da so rein und quatsche dann durch", erklärte der Wahl-Hamburger. Ganz ohne Zweifel kommt der Designer allerdings nicht durch solche Abende.
Denn das Grübeln beginnt bei ihm erst, wenn alles vorbei ist – selbst dann, wenn aus seiner Sicht eigentlich nichts schiefgelaufen ist. "Ich bin danach voller Zweifel, auch wenn das gut gelaufen ist, dann denke ich mir: 'Oh, Guido, was hast du da nur erzählt?'", verriet er. Während seine Freunde auf Aftershowpartys teilweise bis fünf Uhr morgens weiterfeierten, verabschiede er sich lieber schon gegen neun Uhr, um anschließend über seine eigenen Worte nachzudenken. "Ich bin so ein Nachzweifler, bei mir kommt das wirklich im Nachgang, dass ich das dann nicht genießen kann", gab er zu. Max kennt solche Unsicherheiten ebenfalls, erlebt sie aber eher mitten im Auftritt: An schlechten Tagen können ihn lachende Menschen im Publikum aus dem Konzept bringen. Inzwischen mache er sich in solchen Momenten klar, dass deren Verhalten wahrscheinlich gar nichts mit ihm zu tun hat. Guidos Rat an den Musiker: Menschen mit ablehnender Haltung gedanklich ausblenden und stattdessen die Energie des gesamten Publikums aufnehmen.
In seinem Podcast gibt Guido regelmäßig offene Einblicke in seine Gedankenwelt und seinen Berufsalltag. Dort sprach er vor Kurzem auch über die Zukunft seiner langjährigen VOX-Sendung Shopping Queen, für die er seit rund 14 Jahren vor der Kamera steht. Ein baldiges Ende der Kultshow stellte der Moderator dabei nicht in Aussicht. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Zukunft des Formats auch davon abhängt, ob das Publikum weiterhin einschaltet. Druck vom Sender verspüre er derzeit jedenfalls nicht.







