Jesse Eisenberg spricht ehrlich über sein Regiedebüt
Beim Karlovy Vary Film Festival hat Schauspieler und Regisseur Jesse Eisenberg (42) den President's Award des renommierten tschechischen Festivals entgegengenommen – und dabei auch gleich über sein neues Regieprojekt gesprochen. In seinem kommenden Film "The Debut" dreht sich alles um die Welt des Sommertheaters im New Jersey der frühen Neunziger. Jesse hat die Hauptrolle für Julianne Moore (65) geschrieben. Dazu stößt auch Paul Giamatti (59). "Der Film spielt im Jahr 1990 in New Jersey", so Jesse gegenüber Deadline, "das war die Zeit, in der ich anfing, mich fürs Theater zu begeistern. Ich liebte es und hatte gleichzeitig riesige Angst davor – es war der einzige Ort, an dem ich mich wohlfühlte, und gleichzeitig der Ort, an dem ich die meiste Angst empfand."
Die Hauptrolle habe er bewusst nur für Julianne verfasst, wie Jesse weiter erklärte: "Ich dachte: 'Wenn sie diesen Film nicht macht, wird er nicht gedreht werden, weil sie die einzige Person auf der Welt ist, die das kann.'" Das sei eigentlich ein Fehler als Autor, so Jesse, aber bei diesem Projekt sei es gar nicht anders gegangen. Inspiriert habe ihn Julianne vor allem durch ihre Arbeit an seinem Film "When You Finish Saving the World" aus dem Jahr 2022. Auch über seinen Überraschungserfolg "A Real Pain" sprach der Schauspieler und Regisseur offen: Die monatelange Promorunde nach dem Erfolg des Films habe er als seltsam und unangenehm empfunden. "Ich verbrachte sechs Monate damit, über Polen zu reden. Ich weiß nichts über Polen", gestand er lachend.
Mitten im Interview erwähnte Jesse ganz beiläufig etwas, das weit über die Filmwelt hinausgeht: Er hat kurz vor dem Jahreswechsel eine Niere an einen fremden Menschen gespendet. "Ich spendete sie, glaube ich, am letzten Tag des Jahres 2025", erzählte er Deadline. Den Empfänger kennt er nicht – er sei anonym. Seinen Schritt begründete Jesse mit einem tiefen Verantwortungsgefühl: "Ich habe das Gefühl, dass mir im Leben so viel gegeben wurde." Er hoffe, dass sein Beispiel andere dazu bewegen könnte, es ihm gleichzutun. Die körperlichen Folgen beschreibt er als minimal: Er fühle sich "zu 100, ja zu 101 Prozent" gut, wie er schmunzelnd hinzufügte.











