Lars Eidinger erfüllt sich endlich seinen großen Vampirtraum
Einen Vampir zu spielen, stand bei Lars Eidinger (50) schon lange auf der Wunschliste – und jetzt ist dieser Traum in Erfüllung gegangen. Im Interview mit Blick erzählte der TV-Star, dass er sich ausgerechnet einen Blutsauger als Rolle ausgesucht habe. In der postapokalyptischen Serie "City of Blood", die auf Disney+ zu sehen ist, verkörpert er genau das: einen Vampir in einem Berlin, in dem dauerhaft 41 Grad herrschen und die Elite völlig abgeschottet unter einer Glaskuppel lebt. Zuvor war Lars in "Die Blutgräfin" als Therapeut eines zwanghaften Blutsaugers zu sehen – was ihm jedoch nicht genug war. "Ich wollte lieber einen Vampir spielen", stellte er gegenüber dem Portal klar. An seiner ersten eigenen Vampirrolle reizt ihn vor allem, tief in menschliche Abgründe eintauchen zu können. Statt eines eindimensionalen Schurken will er einen gebrochenen, verletzlichen Charakter zeigen.
Besonders zu schaffen macht seiner Figur die Beziehung zur eigenen Mutter – von ihr bekommt der Vampir nämlich nicht die Liebe, die er sich erhofft. Für Lars ist das ein möglicher Ausgangspunkt für fehlende Selbstliebe und sogar Selbsthass. Damit bekommt das zerstörerische Verhalten seines Charakters einen sehr emotionalen Hintergrund. "Aber was mich immer interessiert, sind eher gebrochene Charaktere, die eine Widersprüchlichkeit haben", erklärte der TV-Darsteller dazu im Interview. Klassische Bösewichte findet er dagegen weniger spannend. Auch optisch wollte er gezielt mit dem Klischee des makellosen, unsterblichen Blutsaugers brechen: Den abgebrochenen Vampirzahn, den seine Figur für alle Ewigkeit mit sich herumtragen muss, schlug er selbst vor. Ganz ohne groteske Schurkenmomente kommt die Mini-Serie am Ende aber nicht aus – im Laufe der Handlung nimmt der Vampir ein buchstäbliches Blutbad.
Mit zwiespältigen Gegenspielern hat der Berliner ohnehin bereits Erfahrung. Im DC-Film "Man of Tomorrow", der in Deutschland im Juli 2027 in die Kinos kommen soll, übernimmt er die Rolle des Superman-Schurken Brainiac. An seiner Seite stehen Stars wie David Corenswet (33) als Clark Kent und Nicholas Hoult (36) als Lex Luthor. Regisseur James Gunn (60) hatte die Besetzung nach einer weltweiten Suche bekannt gegeben. Hinter Lars' Faible für verletzliche Figuren steckt jedoch auch eine ganz persönliche Erfahrung. Gegenüber Blick erzählte der 50-Jährige, dass Scham ihn sogar täglich begleite. Zahlreiche Schauspieler wirkten selbstbewusst oder sogar arrogant, würden aber häufig gegen Minderwertigkeitsgefühle anspielen. Über sich selbst sagte er dazu ehrlich: "So ist es bei mir auch."

























