Bryce Dallas Howard will mehr Chancen für Filmemacherinnen

Bryce Dallas Howard will mehr Chancen für Filmemacherinnen

- Nicole Vasiljuk
Lesezeit: 3 min
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Bryce Dallas Howard setzt sich für mehr Gleichberechtigung hinter der Kamera ein. Die Schauspielerin und Regisseurin ist überzeugt, dass die bekannten Filmstudios ihren Kolleginnen endlich mehr Chancen geben müssen. Im Interview mit Variety schilderte sie ihre Auffassung des Problems: Zwischen den einzelnen Projekten lägen oft sehr lange Phasen ohne Einkommen. Und exakt diese Auftragslosigkeit würde viele Filmschaffende vor massive finanzielle und persönliche Probleme stellen. Wer nicht aus einer wohlhabenden Familie stamme oder einen zweiten Job mit genügend Flexibilität habe, bekomme kaum eine realistische Möglichkeit, einen Fuß in die Branche zu setzen. Für die Tochter von Regisseur Ron Howard (72) ist klar, dass das Problem systemisch ist. Frauen bräuchten schlicht häufiger die Gelegenheit, ihre eigenen Projekte auch tatsächlich umzusetzen, und Personen, die selbst schon Fuß in der Branche gefasst haben, sollten mehr als Türöffner agieren.

"Es ist wirklich schwierig, in diesem Geschäft dafür bezahlt zu werden, das zu tun, was man tun möchte. Und die Zeit zwischen den Jobs ist so lang, dass man keine Chance bekommt, wenn man nicht aus privilegierten Verhältnissen stammt oder einen anderen Job hat, der einem irgendwie erlaubt, flexibel zu sein. Man bekommt nicht einmal eine Gelegenheit, und das muss sich ändern", hält die Schauspielerin fest. Am notwendigen Talent fehle es keineswegs, aber die Unterstützung komme zu kurz. Dabei nimmt die Filmemacherin auch sich selbst nicht aus der Rechnung heraus und gestand, angehende Kollegen nicht ausreichend gefördert zu haben. "Es gibt so viele brillante Künstler und so wenig Unterstützung, und es liegt an Menschen wie mir, das Wirklichkeit werden zu lassen. Und ich werde dem ständig nicht gerecht. Aber ich werde nicht aufgeben", versprach sie.

Ihr eigener Weg ins Business erfolgte auch nicht ohne Umwege. Schon von klein auf wollte Bryce unbedingt vor der Kamera stehen, doch ihre Eltern, Ron und die Autorin Cheryl Howard, setzten auf strikte Regeln. "Ich glaube, wenn ich die Chance gehabt hätte, früher zu schauspielern, hätte ich sie ergriffen. Aber ich durfte nicht. Meine Eltern zogen da eine sehr klare Grenze: Sie würden niemanden unterstützen, der Kinderdarsteller werden wollte", rekapitulierte sie im Gespräch mit dem People-Magazin. Heute schaut die Darstellerin dankbar auf diese Entscheidung ihrer Eltern zurück. Auch wenn sie durch den späteren Einstieg in die Branche erst nach einer Weile von ihrem Beruf leben konnte, ist die Jurassic World-Darstellerin mittlerweile in Hollywood angekommen. Vor drei Monaten musste Bryce auch den Verlust eines geschätzten Kollegen verkraften. Nach dem Tod von Sam Neill (†78) teilte sie auf Instagram ein emotionales Statement und erinnerte an ihre gemeinsame Zeit bei "Jurassic World: Dominion".

Bryce Dallas Howard bei Varietys Power of Women, 2026
Getty Images
Bryce Dallas Howard bei Varietys Power of Women, 2026
Bryce Dallas Howard und Ron Howard im Februar 2020
Getty Images
Bryce Dallas Howard und Ron Howard im Februar 2020
Bryce Dallas Howard und Chris Pratt in einer Szene aus Jurassic World, 2015
Imago
Bryce Dallas Howard und Chris Pratt in einer Szene aus Jurassic World, 2015
Sollte Bryce selbst künftig noch stärker als Türöffnerin für Nachwuchs-Filmemacherinnen auftreten?