Graham Norton lästert über Schönheitsoperationen
Wenn es um Botox und Skalpell geht, spart Graham Norton (63) nicht mit Spott. In seinem Podcast "Wanging On" griff der Entertainer gemeinsam mit Kollegin Maria McErlane die Frage einer Hörerin auf, deren Freundin über Verschönerungen nachdenkt. Schnell landete das Gespräch in Los Angeles, wo Komplimente offenbar zur Alltagswährung gehören. Grahams Diagnose fiel entsprechend drastisch aus: "Wisst ihr, in L.A. sagen sich alle gegenseitig, dass sie toll aussehen. Dabei sollte eigentlich mal jemand einschreiten und sagen: 'Ihr seht alle aus, als wärt ihr einem Hotelbrand entkommen', aber das sagt niemand." Direkt nach der Pointe ruderte er zurück: Ob sich jemand operieren lasse, entscheide allein die betroffene Person. Anderen bleibe nur, der Person zu versichern, dass sie so oder so großartig aussehe – egal, wie das Ergebnis ausfällt.
Die Frage stammte von einer Hörerin, deren Freundin schon seit über einem Jahr von einer Brustoperation redet, ohne tatsächlich einen Termin zu machen. Für Graham ein klares Indiz: Hier werde eher geträumt als geplant. Seine Erklärung: "Ich glaube, sie stellt einfach eine Einkaufsliste mit Dingen zusammen, die sie gerne machen lassen würde." Solche Wunschlisten seien weit verbreitet, umgesetzt werde das Wenigste davon. Maria erinnerte anschließend daran, dass ihr Kollege auch anderweitig kein Blatt vor den Mund nimmt. Über die Eingriffe einer ungenannten Person habe er einmal geurteilt: "Sieht aus, als wäre etwas Haut über eine Glühbirne gespannt worden." Ein Satz, der zeigt, dass Grahams Humor selten harmlos, aber stets bildhaft ausfällt.
Ernster wurde es, als Maria die Frage in den Raum stellte, ob Schönheitsoperationen abhängig machen können. Ihr Fokus lag weniger auf dem Spiegelbild als auf den Motiven dahinter. Ihre These: "Was auch immer du an deinem Äußeren veränderst, im Inneren bist du noch immer derselbe Mensch. Und ziemlich oft glauben Menschen, dass das Reparieren des Äußeren, wie sie es sehen, irgendwie die innere Unzufriedenheit beheben wird. Und das tut es nicht." Innere Unzufriedenheit, so die Botschaft der Moderatorin, lasse sich nicht mit Eingriffen am Körper beheben. Neben den pointierten Seitenhieben betonten Maria und Graham das Recht jedes Einzelnen auf eine eigene Entscheidung und wiesen darauf hin, dass äußere Korrekturen ihre Grenzen haben. Zwischen Gags und Gedankenschwere fanden die beiden eine Balance.

























