Betrug: Jimi Blue Ochsenknecht nun rechtskräftig verurteilt

Betrug: Jimi Blue Ochsenknecht nun rechtskräftig verurteilt

- Fabienne Stepczynski
Lesezeit: 2 min
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Jimi Blue Ochsenknecht (34) ist wegen schweren Betrugs verurteilt worden. Im Mittelpunkt des Verfahrens steht eine Hotelrechnung über knapp 14.000 Euro, die nach einer mehrtägigen Geburtstagsfeier im Jahr 2021 im Tiroler Kirchberg offen geblieben war. Den ausstehenden Betrag soll der Schauspieler über Jahre hinweg nicht beglichen haben. Nun muss er dafür eine Geldstrafe von 34.500 Euro zahlen. Die Verhandlung im Großen Schwurgerichtssaal dauerte laut dem österreichischen Kurier rund eine Stunde. Jimi selbst war nicht vor Ort – sein Fernbleiben hatte er zuvor angekündigt, persönlich erscheinen musste er ohnehin nicht. Weder die Staatsanwaltschaft noch die Verteidigung gaben zunächst eine Erklärung ab.

Von der verhängten Geldstrafe werden 18.000 Euro angerechnet. Diese Summe hatte Jimi bereits zuvor im Rahmen einer sogenannten Diversion gezahlt. Der erste Prozess am Landesgericht war im August 2025 nämlich vorläufig ohne Schuldspruch beendet worden. Dafür musste der ehemalige AYTO-VIP-Kandidat eine Geldbuße von 18.000 Euro leisten, die er anschließend in Raten abstotterte. Damit schien die Angelegenheit zunächst erledigt – doch die Staatsanwaltschaft wollte sich mit dieser Lösung nicht zufriedengeben und legte Beschwerde gegen die diversionelle Erledigung ein. Das Oberlandesgericht Innsbruck gab der Beschwerde schließlich statt. Das Verfahren wurde daraufhin neu aufgerollt und fortgesetzt. Am Ende stand nun das Urteil wegen schweren Betrugs. Die bereits gezahlten 18.000 Euro werden auf die neue Geldstrafe angerechnet, sodass ein Restbetrag offenbleibt, den Jimi noch begleichen muss.

Jimi Blue ist der Sohn von Uwe (70) und Natascha Ochsenknecht (62) und machte sich selbst als Schauspieler, Musiker und Realitystar einen Namen. Auslöser für das Strafverfahren war jedoch nicht seine berufliche Tätigkeit, sondern eine offene Hotelrechnung aus seinem Privatleben. Sie entstand im Zusammenhang mit der mehrtägigen Geburtstagsfeier im Tiroler Kirchberg im Jahr 2021. Zwischen dem Entstehen der Forderung und dem aktuellen Urteil liegen damit mehrere Jahre und juristische Etappen: Auf die zunächst vereinbarte Diversion folgten die Ratenzahlung der Geldbuße, die Beschwerde der Staatsanwaltschaft und schließlich die Fortsetzung des Verfahrens. Immer wieder hatten die Termine in Österreich für Aufmerksamkeit gesorgt – auch, weil der Angeklagte nicht persönlich zu den Verhandlungen erschien. Mit dem Schuldspruch wegen schweren Betrugs hat der Fall nun einen weiteren entscheidenden Schritt genommen.

Jimi Blue Ochsenknecht, Schauspieler
Imago
Jimi Blue Ochsenknecht, Schauspieler
Jimi Blue Ochsenknecht bei "Promi Big Brother"
Joyn
Jimi Blue Ochsenknecht bei "Promi Big Brother"
Uwe Ochsenknecht und Sohn Jimi Blue, Dezember 2017
IMAGO / Berlinfoto
Uwe Ochsenknecht und Sohn Jimi Blue, Dezember 2017