Polizei droht Verhafteten mit Taylor Swift in Dauerschleife
Die Polizei von Greensboro in North Carolina hat sich mit einem Seitenhieb auf Taylor Swift (36) ins Rampenlicht gewitzelt. Auf X schrieb die Behörde: "Wer heute Abend festgenommen wird, muss Taylor Swifts neue Songs in Dauerschleife hören." Anlass war die Deluxe-Ausgabe "The Life of a Showgirl: The Encore" mit vier frischen Liedern. Der Post verbreitete sich rasant und knackte innerhalb weniger Stunden die Marke von einer Million Aufrufen. Die Kommentare reichten von Belustigung bis Empörung; einige rieten den Beamten dazu, angesichts ungelöster Fälle lieber ernsthaft zu arbeiten. Die Antwort der Wache fiel knapp aus: Es handle sich um Bürgernähe. Wenig später ruderten die Beamten zurück.
Die Entschuldigung kam allerdings mit einem Augenzwinkern: "Wir entschuldigen uns dafür, die Taylorbots aufgescheucht zu haben. Bitte hört weiterhin 'The Life of a Showgirl"." Den Originalbeitrag nahm die Wache nicht vom Netz, und er sammelte schließlich mehr als 80.000 Likes. Der Zuspruch im Netz bewies dennoch, dass der Humor der Polizei bei vielen ankam. Die Beamten liegen mit ihrer Haltung nicht allein: Auch die Kritik tat sich mit dem Nachschlag schwer. Pitchfork bewertete die Erweiterung mit 4,0 von 10 Punkten. Rezensent Shaad D'Souza urteilte: "Taylor Swift hat die Qualität ihres Songwritings zugunsten kommerzieller Dominanz schleifen lassen." Rolling-Stone-Autorin Maya Georgi fand, die vier Stücke hätten die Geschichte des Albums eher verwirrt. Auch eine PureWow-Autorin, selbst langjährige Anhängerin, hätte sich statt der Zugabe lieber eine kreative Pause der Musikerin gewünscht.
"The Life of a Showgirl" erschien 2025 als erstes Werk nach der rekordverdächtigen "Eras Tour" und landete an der Spitze der Charts; der dazugehörige Kinofilm spielte weltweit über 50 Millionen Dollar (44 Millionen Euro) ein. Zunächst hieß es, weitere Songs werde es nicht geben. Dann reiste Taylor nach Schweden, um den Erfolg mit den Produzenten Max Martin und Shellback zu feiern, und kehrte mit neuem Material zurück. Ihre Erklärung: "Wir taten, was wir immer tun, wenn wir irgendetwas fühlen: Wir schrieben weitere Songs." Shaad würdigt in seiner Kritik zwar ihr Gesamtwerk, wird aber spitz: "Ja, Taylor Swift wird immer einen der großartigsten Songwriting-Kataloge aller Zeiten haben. Nicht einmal Taylor Swift könnte ihr das nehmen – aber sie versucht es wirklich."



























