Schreckmoment: Kerstin Ott wäre im Urlaub "fast verdurstet"
Was als entspannte Auszeit gedacht war, entwickelte sich für Kerstin Ott (44) beinahe zum Drama. Vor etwa drei Jahren brach die Sängerin allein zu einer rund 155 Kilometer langen Pilgerwanderung durch Portugal auf. In Bettina Böttingers (70) WDR-Sendung "Böttinger. Wohnung 17", die am 5. Oktober wiederholt wird, blickt sie auf einen besonders beunruhigenden Moment der Reise zurück. Bereits am ersten Tag setzte ihr die Hitze von 35 Grad ordentlich zu und brachte sie sowohl körperlich als auch emotional an ihre Grenzen. Hinzu kam, dass sie viel zu wenig Wasser eingepackt hatte. "Am ersten Tag hab ich schon das ein oder andere Mal herzhaft geweint", erinnert sich die Musikerin. Wie ernst die Situation für sie war, macht sie anschließend deutlich: "Ich bin wirklich fast verdurstet." Ausgerechnet eine Flasche Wodka hatte es dagegen in ihr Gepäck geschafft – ausreichend Trinkwasser suchte sie vergeblich.
An den Alkohol wollte Kerstin unter diesen Bedingungen jedoch keinesfalls gehen. Bei hohen Temperaturen und akutem Wassermangel wäre ihr das zusätzliche Risiko zu groß gewesen. "Das mit dem Wodka habe ich gelassen, das war wirklich eine dämliche Idee", erklärt sie rückblickend in der WDR-Sendung. Auch ihre übrige Vorbereitung bewertet sie im Nachhinein kritisch: "Das war so dämlich", sagt sie über ihren Packfehler. Die anstrengende Pilgerreise sollte allerdings nicht ohne nachhaltige Auswirkungen auf ihr Leben bleiben. Im Gegenteil: Für Kerstin markierte die Wanderung einen persönlichen Wendepunkt. "Ich bin erst vegan geworden direkt nach meiner Reise. Dann habe ich aufgehört mit dem Rauchen. Und jetzt bin ich auch ohne Alkohol unterwegs", erzählt sie. Nach und nach veränderte sie damit gleich mehrere Bereiche ihres Alltags.
Dass Kerstin die Strecke bewusst ohne Begleitung in Angriff nahm, hatte einen bestimmten Grund. Sie wollte Abstand vom Alltag gewinnen, dem Trubel entkommen und endlich wieder zur Ruhe kommen. "In meinem Leben passiert immer sehr viel. Ich stehe immer völlig unter Dampf, deshalb brauche ich auch die Ruhe zwischendurch", sagt sie in der Sendung. Die Zeit allein sollte bei dieser Reise daher eine zentrale Rolle spielen. Ihre Familie war während Kerstins Aufenthalts in Portugal ebenfalls unterwegs: Ihre Ehefrau Karolina war gemeinsam mit der jüngeren Tochter zur selben Zeit in Barcelona. Seit 2017 sind die beiden Frauen verheiratet.

























