Michelle Obama amüsiert sich über Männer bei einer Geburt

Michelle Obama amüsiert sich über Männer bei einer Geburt

- Malin Friedrich
Lesezeit: 3 min
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Was wäre eigentlich los, wenn Männer die Kinder zur Welt bringen müssten? Über diese Frage hat Michelle Obama in einer neuen Folge ihres Podcasts "IMO" gemeinsam mit Sharon Stone (68) herzhaft gelacht. Die ehemalige First Lady stellte sich scherzhaft vor, dass Schwangerschaft und Geburt irgendwann zu einer Art Wettbewerb werden könnten – einer "olympischen Disziplin" oder sogar einer ganzen "Geburtsolympiade". Männer würden sich während der Wehen filmen und ihren erlebten Schmerz öffentlich zur Schau stellen, witzelte sie. Wer eine Geburt ohne schmerzlindernde Periduralanästhesie durchstehe, würde in ihrer Vorstellung sogar mit einer Trophäe und reichlich Anerkennung von seinen Freunden belohnt. "Gut gemacht, Kumpel. Bob, du hast das wirklich ohne Periduralanästhesie geschafft", imitierte sie das Lob unter Männern. Die Schauspielerin spann den Gedanken weiter und ergänzte: "Die Elternzeit wäre dann der Moment, in dem man den Bonus bekommt." Michelle stimmte ihr lachend zu.

Hinter dem humorvollen Schlagabtausch verbarg sich jedoch ein durchaus ernstes Thema. In dem Podcast sprach Sharon offen über reproduktive Gesundheit und erzählte, dass sie als Teenager in Pennsylvania ungewollt schwanger geworden war und die Schwangerschaft heimlich abgebrochen hatte. Weder sie noch ihr damaliger Freund hätten damals ausreichend über Verhütung Bescheid gewusst. Die Schwangerschaft bemerkte sie zunächst nicht einmal selbst: Ihr Freund sprach sie schließlich auf ihre Gewichtszunahme an, während ihre Eltern die zusätzlichen Pfunde für ganz normale Begleiterscheinungen des ersten Collegejahres hielten. Weil sie in ihrem Heimatstaat keinen Termin bekam, reiste sie für den Eingriff heimlich nach Ohio. Danach habe sie allein nach Hause zurückkehren müssen und tagelang blutend in ihrem Zimmer gelegen, ohne jemanden, dem sie sich anvertrauen konnte. Mit Blick auf heutige Einschränkungen sagte sie pointiert: "Wenn Männer schwanger würden, könnte man eine Abtreibung aus einem Automaten bekommen."

Vor wenigen Monaten hatte Michelle gezeigt, dass sie bei all dem Gelächter auch sehr ernst über ihr Leben in der Öffentlichkeit sprechen kann. Bei einer Live-Aufzeichnung ihres Podcasts beim South by Southwest in London machte sie klar, dass sie ihre Rolle im Weißen Haus nie geplant hatte. "Ich war First Lady. Das war nicht mein Plan. Ich hatte keine Ausbildung dafür, es war nicht meine Idee", sagte sie laut OK! Magazine auf der Bühne. Trotzdem habe sie daraus Kraft gezogen. "Dieses Gefühl, dass wir das wohl schaffen können, weil wir all diese anderen Dinge auch geschafft haben. Diese Tapferkeit macht dich mutig genug, alles auszuprobieren", erklärte sie. Und als Craig sie fragte, was sie auf das Moderieren vorbereitet habe, kam ihre trockene Antwort: "Nichts davon." Dann legte sie nach: "Ich dachte mir, wenn ich First Lady sein kann, kann ich auch einen Podcast mit meinem Bruder machen."

Michelle Obama spricht bei der Eröffnung des Barack Obama Presidential Center in Chicago, Juni 2026
Getty Images
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Sharon Stone bei der Better World Fund Gala in Cannes, 18. Mai 2026
Getty Images
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Barack und Michelle Obama
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Barack und Michelle Obama
Wie kommt Michelles humorvoller Umgang mit dem ernsten Thema bei euch an?