Als König Charles III. (77) nach dem Tod seiner Mutter Queen Elizabeth II. (†96) im Jahr 2022 den Thron bestieg, war ihm offenbar nicht klar, welche Dimensionen die Skandale in seiner Familie noch erreichen würden. Davon ist zumindest Royalexperte Phil Dampier überzeugt, wie er jetzt gegenüber Daily Mail erklärte. Der Monarch habe sich zwar rasch in sein neues Amt eingefunden und schon in seiner ersten Woche als König eigene Akzente gesetzt. In den bislang knapp 1.518 Tagen seiner Regentschaft sei er jedoch immer wieder von neuen Krisen eingeholt worden, sowohl persönlich als auch innerhalb der Familie. Der Experte nennt dabei Charles' eigene Krebserkrankung und die von Prinzessin Kate (44). Vor allem verweist er aber auf den andauernden Streit mit Prinz Harry (42) und Herzogin Meghan (45) sowie auf den Skandal um den Bruder des Königs, Andrew Mountbatten-Windsor (66). Manche Probleme hätten sich bereits lange abgezeichnet, ihre Tragweite sei aber kaum vorhersehbar gewesen. "Einige dieser Dinge haben sich über Jahre zusammengebraut, aber ich glaube nicht, dass er hätte voraussehen können, dass sie ein solches Ausmaß annehmen würden", urteilte Phil gegenüber der Zeitung.
Für reichlich Gesprächsstoff sorgte zuletzt die überraschende Rückkehr von Harry und Meghan nach Großbritannien Ende August. Damit rückte ihr angespanntes Verhältnis zur Königsfamilie wieder ins Rampenlicht. Charles soll sich eine engere Bindung zu seinen Enkeln Prinz Archie (7) und Prinzessin Lilibet (5) wünschen. Seit dem Umzug soll er die Kinder und ihre Eltern aber noch nicht getroffen haben. In Palastkreisen soll man den Absichten des Paares zudem skeptisch gegenüberstehen. Im Fall von Andrew griff der König hart durch: Er entzog seinem Bruder die Titel und ließ ihn aus der Royal Lodge ausziehen. Seit seiner Festnahme am 19. Februar steht Andrew weiterhin unter dem Verdacht des Fehlverhaltens in einem öffentlichen Amt. Außerdem prüft Police Scotland in Vorermittlungen Besuche auf Balmoral mit Jeffrey Epstein (†66) und Ghislaine Maxwell (64). Für Schlagzeilen sorgen zudem Missbrauchsvorwürfe gegen Meghans Vater Thomas Markle (82). Diese Anschuldigungen sind nicht bewiesen und derzeit gilt die Unschuldsvermutung. Ob Charles seither mit Meghan gesprochen hat, ließ der Palast offen. Seine neuntägige Karibikreise setzt der Monarch trotz allem fort. Ist er davon überzeugt, richtig mit den Krisen umzugehen? "Ja. Deshalb ergreift er die Maßnahmen, die er ergreift – und ergriffen hat."
Halt findet Charles laut Phil Dampier vor allem bei seiner Ehefrau Königin Camilla (79), die ihn abseits der Öffentlichkeit durch die Krisen begleite. "Keine dieser Herausforderungen hat die Regentschaft des Königs aus der Bahn geworfen, und er musste sehr widerstandsfähig sein. Aber er hat mit seiner Frau ein sehr starkes Unterstützungssystem – ohne sie hätte er meiner Meinung nach Schwierigkeiten", erklärte der Royalexperte. Und er fügte hinzu: "Camilla ist hinter den Kulissen eine enorm starke Stütze, was ihre wichtigste Rolle ist. Sie hat dafür gesorgt, dass er den Verstand nicht verliert, und hilft ihm, jede Krise zu bewältigen." Der Royalexperte machte gegenüber dem Blatt außerdem deutlich, dass Charles ständig abwägen müsse. Charles müsse seine Aufgaben als Staatsoberhaupt sowie seine Verantwortung gegenüber Kirche, Commonwealth und Militär mit seiner Rolle innerhalb der Familie in Einklang bringen. Welche Pflicht Vorrang habe, ändere sich je nach Tag und manchmal sogar von Stunde zu Stunde.



























