Jeremy Strong verteidigt sein extremes Method Acting
Jeremy Strong (47) steht zu seiner kompromisslosen Herangehensweise an die Schauspielerei – auch wenn sich manche Kollegen daran stören. In einem Interview mit The New Yorker, das vor Kurzem erschienen ist, äußerte sich der Schauspieler ausführlich zu der Kritik an seinem Method Acting. Jeremy ist dafür bekannt, auch abseits von Takes am Set in seiner Rolle zu bleiben, um vor der Kamera eine möglichst authentische Leistung zu zeigen. Wenn dieses Vorgehen am Set für Irritationen sorgt, ist das für ihn jedoch kein Grund, sich dafür zu rechtfertigen. "Ich bin einfach da, um mich voll und ganz in den Dienst des Materials zu stellen", stellte er klar. "Wenn einige Leute das Gefühl haben, dass ich es zu ernst nehme oder dass es die Moleküle im Raum auf eine Weise verändert, die etwas unangenehm macht, dann ist das wohl etwas, wofür ich mich meiner Meinung nach nicht entschuldigen muss."
Sein Vorgehen diene ausschließlich dem jeweiligen Stoff, betonte der Serienstar weiter. Auch die Regisseure, mit denen er zusammenarbeite, würden das seiner Einschätzung nach genauso sehen. Viele Reaktionen auf seine Arbeitsweise empfinde er dagegen als sehr persönlich. Dabei liege es ihm fern, anderen am Set das Leben schwer zu machen: "Es ist niemals meine Absicht, die Erfahrung eines anderen oder die Arbeitsweise eines anderen zu beeinträchtigen. Erstens: Richte keinen Schaden an, richtig? Aber widme dich dem, was du tust, und zwar vollständig", erklärte er im Gespräch mit The New Yorker. Besondere Bekanntheit erlangte er durch seine Darstellung von Kendall Roy in der zwischen 2018 und 2023 ausgestrahlten HBO-Serie "Succession". Er sammelt wie ein Detektiv Hinweise für jede Figur und liest alles verfügbare Material – und fängt trotzdem jedes Mal wieder bei null an.
Auch für seine kommende Rolle in Aaron Sorkins Film "The Social Reckoning" bereitete sich Jeremy auf diese intensive Weise vor. Darin verkörpert er Facebook-Mitgründer und Meta-Chef Mark Zuckerberg (42). Bereits nach einer Vorschau auf der Branchenmesse CinemaCon und den ersten Trailerszenen hatte seine Darstellung für Diskussionen gesorgt. Denn allein die Stimme treffe laut Kritikern die von Mark "absolut". Für die Vorbereitung suchte der Schauspieler sogar den direkten Kontakt zu Mark. Während der Dreharbeiten hat er den Unternehmer darüber hinaus wiederholt gegenüber seinem Regisseur verteidigt. Er wolle gesellschaftliche Probleme nicht ausschließlich Facebook anlasten. "Meine Hoffnung ist, dass der Film ein dialektischer Austausch statt einer Polemik ist", sagte Jeremy dazu gegenüber dem Magazin.



























