Shia LaBeouf und FKA Twigs legen ihren Rechtsstreit bei
Der jahrelange Rechtsstreit zwischen FKA Twigs (38) und Shia LaBeouf (40) ist offenbar endgültig beigelegt. Wie USA Today berichtet, hat der Anwalt der Sängerin, Mathew Rosengart, am vergangenen Montag beim Superior Court in Los Angeles eine Mitteilung über die Einigung sowie einen Antrag auf Abweisung ihrer Klage eingereicht. Im Mittelpunkt des Vergleichs steht die Aufhebung der umstrittenen Verschwiegenheitsvereinbarung, die damit keine rechtliche Wirkung mehr hat. FKA Twigs kann künftig offen über ihre persönlichen Erfahrungen und die Missbrauchsvorwürfe gegen den Schauspieler sprechen, ohne rechtliche Folgen aufgrund der Klausel befürchten zu müssen. Auch das von Shia eingeleitete Schiedsverfahren wird im Rahmen der Einigung beendet. Darüber hinaus kann sich die Musikerin nun öffentlich für andere Betroffene einsetzen und Organisationen unterstützen, die ihr am Herzen liegen.
Für FKA Twigs' Anwalt ist die Einigung ein bedeutender Erfolg, der über den konkreten Fall hinausgeht. "Dies ist ein wichtiger Sieg für den Grundsatz, dass Frauen, die über sexuellen Missbrauch sprechen, nicht durch Verschwiegenheitsvereinbarungen zum Schweigen gebracht werden dürfen, die gegen kalifornisches Recht verstoßen", erklärte Mathew gegenüber USA Today. Auch die Sängerin selbst sei mit dem Ausgang zufrieden. "FKA Twigs ist stolz darauf, weiterhin über ihre Erfahrungen sprechen und sich für andere Frauen einsetzen zu können, darunter auch solche, denen möglicherweise die Mittel fehlen, ihre Stimme zu erheben und sich zu verteidigen", betonte ihr Rechtsbeistand. Shias Anwältin Shawn Holley erklärte unterdessen, ihr Mandant "wünscht Twigs nur das Beste für ihr Leben und ihre Karriere und hat sich deshalb bereit erklärt, ihren langjährigen Streit zu beenden". Einer weiteren öffentlichen Auseinandersetzung der Musikerin mit dem Thema steht damit zumindest die bisherige Geheimhaltungsklausel nicht mehr im Weg. Auslöser des erneuten Rechtsstreits war ein Interview von FKA Twigs mit The Hollywood Reporter gewesen, in dem Shia einen Verstoß gegen die damalige Vereinbarung gesehen hatte.
Die Auseinandersetzung zwischen den ehemaligen Partnern reicht bereits mehrere Jahre zurück. FKA Twigs, die mit bürgerlichem Namen Tahliah Barnett heißt, hatte den Schauspieler 2020 nach einer etwa einjährigen Beziehung verklagt. Damals beschuldigte sie ihn unter anderem der sexuellen Körperverletzung, tätlicher Angriffe und der Verursachung emotionalen Leids. Zudem erhob sie Vorwürfe wiederholten körperlichen und psychischen Missbrauchs. Im Juli 2025 einigten sich die beiden schließlich außergerichtlich. Bestandteil dieses Vergleichs war auch die Verschwiegenheitsvereinbarung, die nun aufgehoben wurde. Bei ihrer erneuten Klage ging es der Künstlerin nach eigener Darstellung nicht um Geld, sondern darum, eine Durchsetzung der Geheimhaltungsklausel durch Shia zu verhindern. Dabei berief sie sich auf den kalifornischen STAND Act, der unter anderem verhindern soll, dass Betroffene durch entsprechende Vereinbarungen daran gehindert werden, über sexuelle Übergriffe und Missbrauch zu berichten. Die Gegenseite hatte hingegen argumentiert, dass das Gesetz auf die in der Klage erhobenen Vorwürfe sexueller Körperverletzung nicht anwendbar sei.






















