Karen Heinrichs reflektiert das "Quotenprinzip" an Schulen
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Karen Heinrichs reflektiert das "Quotenprinzip" an Schulen

- Marina Birner
Lesezeit: 3 min
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An der Grundschule von Karen Heinrichs' (52) Tochter Heidi hat ein Experiment für reichlich Diskussionsstoff gesorgt. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Matthias Killing (47) aus dem Sat.1-"Frühstücksfernsehen" spricht die Moderatorin im Podcast "Redebedarf" über Feminismus, Frauenquoten – und eben jene Klassensprecherwahl, bei der die Lehrkräfte die sonst übliche Geschlechterregel kurzerhand gestrichen hatten. In der Regel besteht das Team der Klassenvertreter aus einem Jungen und einem Mädchen, die gemeinsam für ihre Mitschüler sprechen. Diesmal durften die Schülerinnen und Schüler ihre Wahl jedoch völlig unabhängig vom Geschlecht treffen. Das Ergebnis fiel eindeutig aus: Gewählt wurden zwei Jungen. In der Elternschaft kam das nicht bei allen gut an: Einige Mütter und Väter kritisierten die Schule. Karen selbst zeigt sich in der Debatte erstaunlich zwiegespalten. Sie kann den Versuch der Lehrkräfte nachvollziehen, hält Quoten aber nach wie vor für ein wichtiges Thema.

"Eigentlich ist es an der Schule so, dass du Klassensprecher und Klassensprecherin wählst. Also immer ein Team aus Mann und Frau", fasst Karen zusammen. Dieses Prinzip habe das Kollegium nun bewusst beiseitegelassen: "Das haben unsere Lehrer jetzt mal aufgebrochen. Wir wollen gucken, wen die Kinder wählen, wenn wir nicht dieses Quotenprinzip haben." Auch bei den Stellvertretern setzte sich ein weiterer Junge durch – unter den insgesamt vier gewählten Kindern war am Ende nur ein Mädchen. Die Lehrkräfte erklärten das Ergebnis für gültig – allerdings nicht, ohne dabei Gegenwind zu provozieren. "Da gab es Kritik aus der Elternschaft", erzählt die Moderatorin. Ausgerechnet die Eltern eines Jungen hätten sich an der Schule gemeldet: "Wir finden das nicht okay. Wir erklären unserem Kind das anders." Karen beschäftigt die Frage bis heute: "Da habe ich noch nie drüber nachgedacht, was jetzt da die bessere Variante ist. Obwohl ich mich ja durchaus als Feministin bezeichne, kann ich auch verstehen, dass die Lehrer mal schauen wollten."

Frauenquoten befürwortet sie trotz ihrer inneren Zerrissenheit in dieser beispielhaften Situation weiterhin – zumindest so lange, bis zwischen den Geschlechtern tatsächlich Chancengleichheit herrscht. Nicht nur bei gesellschaftlichen Themen lässt Karen ihre Fans an ihrer Meinung teilhaben. Auch zu sehr privaten Kapiteln äußerte sie sich in der Vergangenheit bereits offen. Vor einigen Monaten blickte die zweifache Mutter auf Instagram etwa auf die schwierige Phase nach der Trennung vom Vater ihres Sohnes zurück. Dabei sprach sie vor allem über die starken Schamgefühle, die sie in dieser Zeit begleiteten. Mit ihrem ehrlichen Rückblick wollte die 52-Jährige nach eigenen Angaben besonders anderen Frauen Mut machen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden. Auf dem Foto, das sie zu ihren Zeilen veröffentlichte, saß sie lächelnd vor einem Berg Umzugskartons.

Karen Heinrichs moderiert die 17. HOPE-Gala im Schauspielhaus Dresden zugunsten von HOPE Cape Town
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Matthias Killig und Karen Heinrichs bei der Aftershow-Party der 14. Hope Gala im Erlwein Capitol in Dresden
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Matthias Killig und Karen Heinrichs bei der Aftershow-Party der 14. Hope Gala im Erlwein Capitol in Dresden
Moderatorin Karen Heinrichs beim 15. Hope Jubiläumskonzert auf dem Areal der Filmnächte am Königsufer in Dresden, 07.08.2021
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Moderatorin Karen Heinrichs beim 15. Hope Jubiläumskonzert auf dem Areal der Filmnächte am Königsufer in Dresden, 07.08.2021
Wie findet ihr den Test an Heidis Schule, die Klassensprecherwahl ohne feste Geschlechterregel laufen zu lassen?