ADHS-Diagnose ihres Sohnes stärkte die Ehe von Annika Lau
Die ADHS-Diagnose ihres Sohnes Baz hat das Leben von Annika Lau (47) und ihrer Familie grundlegend verändert. Anlässlich ihres Buches "Ihr Kind ist anders", das am 7. Oktober erschienen ist, sprach die Moderatorin im Gespräch mit RTL offen über die vergangenen Jahre. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Frederick Lau (37) musste sie sich mit Medikamenten, verschiedenen Therapien und unzähligen Entscheidungen auseinandersetzen. Diese außergewöhnliche Situation habe die beiden enger zusammenrücken lassen. "Ich glaube, wir sind intensiver zusammen als die meisten anderen, die weniger Probleme zu bewältigen haben", überlegte Annika. Die beiden sind bereits seit 2015 verheiratet und ziehen gemeinsam drei Kinder groß. So blickt sie heute auf die Entwicklung ihrer Ehe zurück: "Also, es hat uns sehr intensiv zusammengeschweißt."
Im Familienalltag ergänzen sich die beiden und übernehmen füreinander, wenn einem die Kraft ausgeht. Frederick verstehe Baz in manchen Momenten sogar besser, wie Annika gegenüber RTL einräumte. Von ihm habe sie gelernt, dass bei alltäglichen Aufgaben wie dem Zähneputzen kurze, klare Ansagen oft mehr bringen als ausführliche Erklärungen. Außerdem schätzt sie an ihrem Partner, dass er ein Gespür dafür hat, wann sie eine Pause braucht. Kürzlich habe er ihr kurzerhand eine Thaimassage gebucht und sie mit dem Fahrrad losgeschickt. Manchmal sorge er auch dafür, dass sie im Badezimmer ein paar ungestörte Minuten für sich hat. Umgekehrt greift Annika ihrem Mann unter die Arme, damit er zur Ruhe kommen kann. "Und das ist unser Commitment, unser Plan, und wir kommen damit sehr gut klar", resümierte sie. Stolz blicke das Paar auch auf das, was es gemeinsam aufgebaut hat: sein Zuhause, seine drei Kinder und sein Leben als Familie.
Die Verantwortung der vergangenen Jahre hat bei der Moderatorin Spuren hinterlassen. Beim Schreiben ihres Buches habe sie sich noch einmal mit ihren Gefühlen befasst. Denn diese hatte sie nach der Diagnose ihres Sohnes zunächst beiseitegeschoben. Zur Sprache kam im Interview auch die Ablehnung, die die Familie erlebt: Manche Freunde würden sich bewusst dafür entscheiden, die Familie Lau nicht einzuladen, weil Baz mitkommen würde und es mit ihm zeitweise laut werden kann. Ihren Sohn belastet darüber hinaus das aktuelle Weltgeschehen. Aus Angst vor einem Krieg stelle er ihr jeden Abend dieselbe Frage: "Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Putin heute Nacht entscheidet: 'Jetzt greifen wir Deutschland an'?" Annika hofft, dass Baz trotz negativer Erfahrungen zu einem positiv gestimmten jungen Mann heranwächst. Eine bestimmte Karriere oder besondere Leistungen erwartet sie weder von ihm noch von ihren beiden anderen Kindern. "Ich will einfach nur, dass sie glücklich werden", lautet ihr größter Wunsch.



























