Robert Pattinson sagte Rolle wegen 200 Nikotinbeuteln zu
Eigentlich sollte Robert Pattinson (40) bei dem Film "Primetime" nur hinter den Kulissen mitmischen und als Produzent fungieren. Doch Regisseur Lance Oppenheim hatte andere Pläne – und griff für seine Überzeugungsarbeit zu einem außergewöhnlichen Mittel. Wie er jetzt gegenüber Vulture erzählt, machte er sich die damalige Vorliebe des Schauspielers für Nikotinbeutel zunutze. Als die Beutel der Marke Zyn in den USA knapp wurden, organisierte der Filmemacher über einen Kontakt in Kanada gleich 200 Packungen und ließ sie zu Roberts Zuhause in Los Angeles liefern.
"Rob kämpfte damals mit einer Zyn-Sucht", erklärt Lance im Interview. Die Nikotinbeutel waren allerdings nicht der einzige Trick: Gemeinsam mit Drehbuchautor Ajon Singh hatte er die Figur zuvor gezielt umgeschrieben, um den Hollywoodstar doch noch vor die Kamera zu locken. Kurz darauf stand der Filmschaffende persönlich vor Roberts Tür – im Gepäck die aktuelle Drehbuchfassung und ein Brief, der mit einem Wortspiel begann: "Dear Chris Han-Zyn". Die Anspielung galt der Hauptfigur, die an den US-Moderator Chris Hansen angelehnt ist. Am Ende sagte der 40-Jährige zu und übernahm die Hauptrolle in der A24-Produktion.
Obwohl sein Drehplan prall gefüllt war, fand Robert die neue Fassung schließlich zu reizvoll, um abzulehnen – Lances Plan war also geglückt. Für den 30-Jährigen fühlte sich die Zusage an wie ein spektakulärer Transfer im Profisport. "Es war, als würde LeBron James verkünden, dass er zu den Heat wechselt", schwärmt er. "Primetime" widmet sich der US-Sendung "To Catch a Predator", die von 2004 bis 2007 lief, und darauf ausgelegt war, Pädophile in Onlinechats aufzudecken. Der Film wirft einen Blick auf die aufwendige Produktion, die moralischen Konflikte dahinter und die mediale Zuspitzung des Formats.


























