Diese eiserne Regel bei "Gefragt – Gejagt" kennt fast keiner
Hinter den Kulissen der ARD-Quizshow Gefragt – Gejagt herrschen offenbar strenge Vorgaben – eine davon war bislang kaum bekannt. Quizprofi Sebastian Klussmann, der bei den Fans als "Der Besserwisser" bekannt ist, plauderte nun im Gespräch mit Hörzu darüber. Vor Beginn der Aufzeichnung dürfen die Jäger und die Kandidaten demnach keinesfalls miteinander in Kontakt kommen. Deshalb sorgt die Produktion dafür, dass beide Gruppen bis zum Start der Sendung strikt voneinander getrennt bleiben. So soll verhindert werden, dass sich die Teilnehmer mit ihren späteren Gegenspielern absprechen oder im Vorfeld gemeinsame Strategien entwickeln. "Es wird streng darauf geachtet, dass wir uns vorher niemals treffen", stellte Sebastian gegenüber dem Magazin klar. Ein zufälliges Zusammentreffen auf dem Flur oder ein kurzes Pläuschchen in der Maske ist also nicht vorgesehen.
Von dieser Vorgabe sind nicht nur Sebastian, sondern auch seine fünf Jägerkollegen und alle Kandidaten der jeweiligen Ausgabe betroffen. Erst während des eigentlichen Quiz treffen die Jäger und ihre Herausforderer aufeinander. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass der Wettbewerb fair und unbeeinflusst bleibt. Doch die Sendung legt auch in anderer Hinsicht Wert auf Transparenz: Laut dem Quizprofi wird bei "Gefragt – Gejagt" generell auf möglichst wenig Inszenierung gesetzt. So verkörpern die Jäger demnach auch keine vorab festgelegten Rollen oder Charaktere, die ihnen von der Produktion zugewiesen werden. Stattdessen treten sie schlicht als Quizprofis an – mit dem klaren Ziel, das Duell gegen die Kandidaten für sich zu entscheiden. Wer also vor der Kamera selbstbewusst auftritt, tut das offenbar aus eigenem Antrieb und nicht nach Drehbuch.
"Gefragt – Gejagt" gehört bereits seit 2015 fest zum Vorabendprogramm des Ersten. In diesem Jahr feierte das Format gemeinsam mit Moderator Alexander Bommes (50) die 1000. Folge. Der Erfolg war keineswegs von Anfang an absehbar. Bevor Alexander vom NDR ins Erste wechselte, hatte er zunächst Zweifel. Schließlich galt der Sendeplatz um 18 Uhr in der Fernsehbranche lange als schwieriges Pflaster und wurde oft als "Todeszone" bezeichnet. Trotzdem stellte sich der Moderator der Herausforderung – eine Entscheidung, die sich letztlich als richtig erwies. Inzwischen läuft die Quizshow seit mehr als zehn Jahren am Vorabend und erreicht werktags zahlreiche Quizfans vor den Bildschirmen. Für Sebastian und seine Jägerkollegen bedeutet das: regelmäßige Duelle gegen Kandidaten, die sie bis zum Start der Aufzeichnung nicht zu Gesicht bekommen.

























