Catherine Zeta-Jones rechnet mit den sozialen Medien ab
Catherine Zeta-Jones (57) rechnet mit der heutigen Offenheit in den sozialen Medien ab. Im Interview mit Awards Buzz kritisiert die Schauspielerin, dass dort inzwischen viel zu viele private Details über berühmte Menschen verbreitet würden. Dadurch gehe für sie jene geheimnisvolle Ausstrahlung verloren, die Filmstars früher umgeben habe. Catherine vermisst ein Hollywood, in dem das Publikum nicht genau wusste, neben wem ein Darsteller morgens aufwacht, was er isst, wo er einkauft oder welche Kleidung er trägt. Zwar seien soziale Netzwerke auf vielen Ebenen wegweisend, findet die Waliserin – inzwischen lieferten sie allerdings schlicht zu viele Details. Und das gehe zulasten der besonderen Magie von Filmen, Serien und den Menschen, denen Zuschauer im Kino über mehrere Stunden hinweg folgen. Für Catherine ist klar, dass ein Teil der Faszination des Kinos verschwindet, wenn das Publikum über jedes Detail aus dem Privatleben der Darsteller Bescheid weiß.
Besonders Berichte über Trennungen und Seitensprünge möchte Catherine beim Ansehen eines Films ausblenden können. Gegenüber Awards Buzz erklärt sie deutlich: "Ich muss nicht wissen: 'Hat sie sich nicht gerade von ihrem Mann scheiden lassen? Hatte sie nicht eine Affäre mit jemandem?' Ich will das nicht wissen ..." Für die Hollywoodbekanntheit hängt die Wirkung einer Geschichte vielmehr davon ab, dass ihre Darsteller noch ein Geheimnis bewahren: "Es ist das Geheimnisvolle an Filmen und Schauspielern im Fernsehen und an Menschen, für die man sich zweieinhalb oder drei Stunden ins Kino setzt. Ich brauche all diese Informationen nicht", erklärte sie weiter. Trotz ihrer Kritik sieht Catherine aber auch positive Entwicklungen in der Branche. So freue sie sich darüber, dass Frauen Hollywood zunehmend prägen und dadurch mehr Inhalte und Jobs entstehen.
Catherine selbst ist derzeit in der bei Prime Video verfügbaren Actionserie "Kill Jackie" zu sehen. Darin verkörpert sie Jackie Price, eine ehemalige Drogenbaronin, die ihrer kriminellen Vergangenheit den Rücken gekehrt hat. Inzwischen bewegt sich die Figur als Kunsthändlerin und Jetsetterin durch die High Society. Ihr neues Leben gerät jedoch aus den Fugen, als die "Sieben Dämonen" ihre Spur aufnehmen. Die Gruppe skrupelloser Auftragsmörder verfolgt Jackie, die daraufhin herausfinden muss, wer ihren Tod in Auftrag gegeben hat. Dafür ist sie gezwungen, längst verdrängte Fähigkeiten aus ihrem früheren Leben wieder hervorzuholen. Für die Schauspielerin lag genau darin der Reiz. Die Rolle unterscheide sich deutlich von jenen Figuren, mit denen das Publikum sie üblicherweise in Verbindung bringt. Sie wolle sich von der naheliegenden Vorstellung einer typischen Catherine-Zeta-Jones-Rolle lösen und sich schauspielerisch stärker austoben.

























