Dolly Partons Nachlass fordert Bodycamaufnahmen vom Todestag

Dolly Partons Nachlass fordert Bodycamaufnahmen vom Todestag

- Sandrine Palme
Lesezeit: 2 min
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Etwa zwei Monate nach dem Tod von Dolly Parton (†80) ist ein Vorfall an ihrem Todestag Gegenstand eines Rechtsstreits. Die Nachlassverwaltung She's Alive fordert sämtliche Bodycamaufnahmen der Polizisten an, die am 24. und 25. August zum Vanderbilt Medical Center gerufen worden waren. Darüber berichtet TMZ. Im Zentrum steht Dollys Neffe Bryan Seaver, der viele Jahre ihr Sicherheitschef war. Quellen aus seinem Umfeld zufolge kam er in die Klinik, um die Überführung des Leichnams in ein Bestattungsinstitut zu organisieren. Daraufhin erschien zwar die Polizei, zu einer Auseinandersetzung soll es laut dem Portal jedoch nicht gekommen sein. Die Beamten gingen auch nicht rechtlich gegen Bryan vor. Die Videos könnten jetzt Aufschluss darüber geben, was während des Klinikbesuchs und des anschließenden Polizeieinsatzes geschah.

Nach Darstellung von Bryans Umfeld hielt er sich lediglich aus organisatorischen Gründen im Krankenhaus auf. Abschied von seiner Tante habe er bereits zuvor genommen – zu ihren Bedingungen. Laut TMZ vermutet der Neffe, dass die Beamten den Auftrag hatten, ihn von Dolly fernzuhalten. Beim Betreten der Klinik sollen die Polizisten ihn nach Angaben seines Umfelds wie einen Flüchtigen behandelt haben. Die angeforderten Aufnahmen stehen im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen Bryan und der Nachlassverwaltung. Diese beschuldigt ihn, Dollys Unternehmen bedroht zu haben. Bryan widerspricht: Er habe nur angekündigt, den Ruf der Firma zu beschädigen, körperliche Gewalt habe er niemandem angedroht. Er wollte verhindern, dass die einstweilige Verfügung gegen ihn und seine Sicherheitsfirma verlängert wird. Diesem Wunsch kam das Gericht jedoch nicht nach: Die Verfügung bleibt bis zum nächsten Termin am 10. November bestehen.

Bryan war für die Sängerin nicht nur ein Familienmitglied. Jahrzehntelang kümmerte er sich als Sicherheitschef um ihren Schutz. Er stand ihr somit auch beruflich nahe und zählte zu ihren langjährigsten Mitarbeitern. Noch wenige Wochen vor seiner Entlassung hatte Dolly ihn beauftragt, das Video zu drehen, mit dem ihr Tod verkündet werden sollte. Später verlor er seinen Posten wegen brisanter Textnachrichten. Der Konflikt um den auf etwa 405 Millionen Euro geschätzten Nachlass der Musikerin führt offenbar auch innerhalb der Familie zu Spannungen. Mehrere Angehörige sollen Bryan nicht unterstützen, öffentlich üben sie allerdings keine Kritik an ihm. Dolly starb am 25. August 2026 im Alter von 80 Jahren.

Dolly Parton, Hollywood, 9. Januar 2012
Getty Images
Dolly Parton, Hollywood, 9. Januar 2012
Dolly Parton bei ihrem Tribute an Porter Wagoner während der 23. Eröffnung von Dollywood in Pigeon Forge, 2008
Imago
Dolly Parton bei ihrem Tribute an Porter Wagoner während der 23. Eröffnung von Dollywood in Pigeon Forge, 2008
Dolly Parton bei den 61. Grammy Awards im Staples Center in Los Angeles, 2019
Imago
Dolly Parton bei den 61. Grammy Awards im Staples Center in Los Angeles, 2019
Was meint ihr: Können die Bodycamaufnahmen den Streit um den Klinikbesuch klären?