Patrick Stewart wollte sogar mit 86 nicht in Rente gehen
Patrick Stewart (†86) dachte selbst in seinem hohen Alter nicht daran, kürzerzutreten. Im Juli sprach der Schauspieler anlässlich des 60. Jubiläums von Star Trek mit TV Insider. In dem Interview erzählte er von seinen nächsten Projekten und machte deutlich, dass er trotz seines Alters weiterarbeiten möchte. "Ich kann mir nicht vorstellen, jemals offiziell in Rente zu gehen. Ich werde immer und für immer Schauspieler sein." Zwar gestand er, dass Schauspielern im Alter immer weniger Rollen angeboten würden. Er selbst bekam nach eigener Aussage jedoch immer noch aufregende Anfragen. Nur wenige Monate nach diesem Interview ist der "Star Trek"-Darsteller am 29. Oktober im Alter von 86 Jahren gestorben. Er starb in seinem Zuhause in Los Angeles. Sein letzter Film wird "Avengers: Doomsday" sein.
Abseits von seinem letzten Auftritt als Professor Charles Xavier im Marvelfilm erzählte er noch von weiteren Projekten. So nahm er Shakespeares Sonette für ein Hörbuch auf. Auch ungewöhnliche Aufträge lehnte der Brite nicht ab: In Riz Ahmeds Serie "Bait" lieh er einem Schweinekopf seine Stimme. Im Gespräch schwärmte er von seiner ungebrochenen Lust an der Arbeit: "Trotzdem erhalte ich weiterhin interessante Angebote, und ich liebe es, durch neue Arbeiten herausgefordert zu werden, wie etwa als Stimme eines Schweinekopfes in Riz Ahmeds brillanter neuer Serie 'Bait'." Nach seinem Tod meldete sich seine langjährige Sprecherin Kelly Bush Novak zu Wort. Sie gab bekannt, dass der Schauspieler eine "kurze und ergreifende Reise mit Alzheimer und Lewy-Körper-Demenz" hinter sich gehabt habe. Weitere Informationen zu seiner Erkrankung wurden bislang nicht öffentlich gemacht.
Nach seinem Tod nahmen zahlreiche frühere Weggefährten und Kollegen öffentlich Abschied von ihm. Unter ihnen waren Ian McKellen (87), William Shatner (95), George Takei (89), Hugh Jackman (58), Rebecca Romijn (53) und Famke Janssen. Er spielte Captain Jean-Luc Picard im "Star Trek"-Universum. Patrick selbst zeigte sich für die Rolle weiterhin sehr dankbar. "Ohne Frage ist Jean-Luc die bedeutendste Rolle meiner Karriere. Und ich werde für immer dankbar sein, die Gelegenheit gehabt zu haben, Teil eines inzwischen so historischen Franchises zu sein", erklärte der Brite. An seine ersten Schritte in der Serie konnte sich der Schauspieler noch gut erinnern: "All diese Jubiläen sind für mich völlig surreal ... Ich erinnere mich noch an meinen ersten Tag, als ich auf das Paramount-Gelände fuhr, als wäre es gestern gewesen."


























