Russell Brands geheimer Sexcode vor Gericht enthüllt

Russell Brands geheimer Sexcode vor Gericht enthüllt

- Janine Karrasch
Lesezeit: 2 min
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Am Mittwoch betrat Russell Brand (51) zum ersten Mal selbst den Zeugenstand im Londoner Southwark Crown Court, über vier Stunden lang wurde er befragt. Ihm werden Vergewaltigung und sexuelle Nötigung in mehreren Fällen vorgeworfen. Ein Detail aus seinem Telefon sorgte jetzt für Aufsehen. Eine Frau, die ihn eines sexuellen Übergriffs im Jahr 2009 nach einem Auftritt im Hammersmith Apollo beschuldigt, war bei ihm nur unter dem Buchstaben "T" eingespeichert. Der 51-Jährige erklärte laut The Guardian, das stehe für "tart" (etwa: "Schlampe", "Flittchen"). Seine Begründung: "Damit habe ich früher flüchtige Bekanntschaften bezeichnet." Wegen dieser Vorwürfe wurde erst im Januar 2026 Anklage erhoben. Staatsanwältin Riel Karmy-Jones hatte ihn zu Prozessbeginn als "rücksichtslos, berechnend und manipulativ" bezeichnet. Russell räumte eine frühere Besessenheit von Sex ein, wies aber zurück, sich je vorgenommen zu haben, mit 5.000 Frauen zu schlafen.

Immer wieder kam Russell auf das Thema Einvernehmen zurück. Alle Begegnungen, an die er sich erinnere, seien einvernehmlich gewesen. Zustimmung sei "nicht verhandelbar" und "wichtiger als Sex selbst", sagte er. Er streitet alle Vorwürfe ab. Gleichzeitig gestand er ein Fehlverhalten ein: Seine Berühmtheit für sexuelle Kontakte auszunutzen, sei falsch gewesen. Schon im April hatte er bei Megyn Kelly (55) sein früheres Verhalten, u. a. Sex mit einer 16-Jährigen, als er selbst 30 war, als "ausbeuterisch" beschrieben. Karmy-Jones unterstellte ihm, er habe sich bei der Polizei zurückgehalten, um seine Darstellung später an die Beweislage anzupassen. Sie fragte: "Haben Sie darauf gewartet, all diese Beweise zu sehen, bevor Sie Ihre Version geschildert haben?" Russells Antwort lautete: "Ich habe mein Bestes gegeben, um mitzuwirken."

Auch über die Folgen für sein Privatleben sprach Russell. Die Vorwürfe der 2023 ausgestrahlten "Dispatches"-Dokumentation hätten ihn "verheerend" getroffen, sagte er. Das Great Ormond Street Hospital habe ihm laut seiner Aussage den Aufenthalt bei seinem Sohn verwehrt, der dort am offenen Herzen operiert wurde. Zudem habe er keinen einzigen Bekannten dazu bewegen können, für ihn auszusagen. Sein Anwalt Ian Winter fragte: "Würde Sie überhaupt noch jemand anfassen, auch nur mit der Kneifzange?" Russell antwortete: "Nein." Am Donnerstag trat seine Ehefrau Laura Gallacher (39) in den Zeugenstand. Sie beschrieb ihren Mann laut ITV als "freundlich", räumte aber ein, dass er sie in der ersten Zeit 2006 und 2007 betrogen habe. Der Prozess soll etwa sechs Wochen dauern und könnte sich bis Dezember ziehen.

Russell Brand bei seiner Ankunft vor Gericht in London, Oktober 2026
Getty Images
Russell Brand bei seiner Ankunft vor Gericht in London, Oktober 2026
Russell Brand verlässt am 21. Oktober 2026 das Southwark Crown Court in London
Getty Images
Russell Brand verlässt am 21. Oktober 2026 das Southwark Crown Court in London
Russell Brand und Laura Gallacher in Los Angeles
ActionPress
Russell Brand und Laura Gallacher in Los Angeles
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