Verteidiger fordert die Freilassung von Marius Borg Høiby
Marius Borg Høibys (29) Verteidiger Alexander Greaker verlangt, dass er aus der Untersuchungshaft entlassen wird. Diese verbringt der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (53) derzeit mit einer elektronischen Fußfessel auf dem königlichen Gut Skaugum. Die Staatsanwaltschaft hat jedoch eine Verlängerung der Maßnahme um weitere vier Wochen beantragt. Die aktuelle Frist läuft am kommenden Montag ab. Dann soll das zuständige Gericht entscheiden, ob die gesetzlichen Bedingungen für eine Fortsetzung vorliegen. Marius' Anwalt hält das für ausgeschlossen. "Unserer Ansicht nach gibt es keine Grundlage für eine weitere Inhaftierung Høibys. Darum werden wir seine Freilassung beantragen, wenn das Gericht am kommenden Montag prüft, ob die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Fortsetzung der Untersuchungshaft erfüllt sind", äußerte sich der Jurist gegenüber Dagbladet.
Marius soll das Ganze stärker zusetzen, als es scheint. "Die Untersuchungshaftsituation ist belastend für ihn. Die Belastung ist größer, als es öffentlich bekannt wird, und er freut sich darauf, dem Gericht erklären zu können, wie sich die derzeitige Regelung auf ihn auswirkt. Wir werden bei der Haftprüfung außerdem einen Zeugen aufrufen", erklärte sein Verteidiger weiter. Marius muss die Fußfessel seit Juli tragen. Die Staatsanwaltschaft begründet ihren Antrag damit, dass aus ihrer Sicht weiterhin die Gefahr neuer Straftaten gegen die sogenannte Frogner-Frau besteht. Schon im August hatte Marius berichtet, die Polizei habe ihm zunächst in Aussicht gestellt, die Fußfessel gegen einen umgekehrten Gewaltalarm zu tauschen und ihn freizulassen. Passiert ist das nicht. "Es ist offensichtlich eine Belastung, das Haus nicht verlassen zu können. Nicht einkaufen gehen, Freunde besuchen oder bei verschiedenen Dingen dabei sein zu können", schilderte er damals.
Besuch durfte Marius auf Skaugum allerdings schon empfangen. Davon hatte zuletzt auch der norwegische Journalist und Unternehmer Danby Choi Gebrauch gemacht. Er brachte Sushi mit und veröffentlichte anschließend auf Snapchat ein Foto von seinem Gastgeber. Darauf saß Marius lächelnd auf einem Sofa und kraulte die Boxerhündin seines Besuchers. Danby hatte das Treffen gegenüber Se og Hør folgendermaßen beschrieben: "Ich habe etwas Sushi mitgebracht und dann haben wir über das Leben gesprochen. Wir haben Spaß und führen sehr gute Gespräche." Dabei hatte der Journalist im laufenden Verfahren auch als Zeuge ausgesagt und Marius' Verhalten in Beziehungen kritisch beschrieben.
























