Wegen eines Doppelpunkts: Heino drohte Produktion mit Anwalt

Wegen eines Doppelpunkts: Heino drohte Produktion mit Anwalt

- Carina Bukenberger
Lesezeit: 3 min
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Heino (87) hat sich in einem handfesten Streit um einen Filmtitel erfolgreich durchgesetzt. Der Pilotfilm, für den der 87-jährige Sänger im August vor der Kamera stand, heißt nun wieder "Die Rettungsschwimmer vom Wörthersee" – die zwischenzeitlich genutzte Variante "Rettungsschwimmer:innen" ist damit endgültig vom Tisch. Wie Bild berichtet, hatte der Musiker erst im Nachhinein davon erfahren, dass das fertige Projekt unter dem gegenderten Namen an TV-Sender angeboten werden sollte. Seine Reaktion fiel drastisch aus: Heino verlangte trotzig, komplett aus der Produktion herausgeschnitten zu werden, und schaltete seinen Rechtsanwalt ein, der Produzentin Stefanie Mayer die Nutzung jeglicher Aufnahmen mit Heino verbot. "Wir untersagen Ihnen hiermit die Verwertung, Veröffentlichung, Verbreitung oder sonstige Nutzung jeglichen unseren Mandanten betreffenden Materials in Wort und Bild im Rahmen der streitgegenständlichen Produktion", heißt es in dem Anwaltsschreiben. Gedreht hatte der Schlagerstar im österreichischen Velden am Wörthersee, wo er sich in einer kleinen Rolle selbst gespielt hatte.

Nur wenige Tage nach dem juristischen Vorstoß lenkte die Produzentin ein. Heino bleibt im Film und der Pilot trägt wieder den von ihm geforderten ursprünglichen Namen. Ihre persönliche Haltung gab Stefanie Mayer dabei aber keineswegs auf, wie sie gegenüber Bild betonte: "Ich habe mich als Produzentin und Regisseurin entschieden, den Arbeitstitel unseres Films in 'Die Rettungsschwimmer vom Wörthersee' zu ändern. Gleichzeitig möchte ich klarstellen, dass ich weiterhin zur gendergerechten Sprache und zu meinen persönlichen Überzeugungen stehe. Aber für mich steht jetzt der Erfolg des Filmprojekts im Vordergrund." Der betagte Barde wiederum feiert den Rückzieher als persönlichen Sieg und sieht sich dadurch vollauf in seiner reaktionären Haltung bestätigt. "Gendern ist mit mir nicht zu machen! Das ist längst out und überholt und wirklich von gestern", polterte er und betonte: "Ich wurde oft als ewig Gestriger bezeichnet, aber ich glaube, ich bin jemand, der sehr bewusst in der Gegenwart lebt."

Bei dem Projekt handelt es sich um die knapp 30-minütige Pilotfolge einer Mockumentary – also einer gespielten Dokumentation. Gedreht wurde vom 24. bis 27. August 2026 am Wörthersee, unter anderem im bekannten Falkensteiner Schlosshotel Velden. Heinos Auftritt ist dabei eng an seine reale Publikumsrolle angelehnt: Er gibt in dem Luxushotel ein Konzert, gerät danach in eine brenzlige Lage und benötigt die Hilfe der Rettungsschwimmer. Auch ein weiterer bekannter Musiker ist Teil des Casts: Nik P. (64) schlüpft in die Rolle des Bürgermeisters von Velden, während seine Ehefrau Karin dessen Gattin mimt. Zum Thema Gendern hatte der "Schwarzbraun ist die Haselnuss"-Interpret abschließend noch eine weitere Ansage parat, die seinen offenbar extrem tief sitzenden Groll gegen den sprachlichen Wandel unterstreicht: "Das Gendern brauchte nie jemand, es wollte nie jemand und es hat unsere schöne deutsche Sprache verschandelt. Es wird Zeit, dass wir uns für immer von diesem Blödsinn verabschieden."

Heino, Wiener Opernball 2024
Getty Images
Heino, Wiener Opernball 2024
Heino im Juli 2026
Imago
Heino im Juli 2026
Nik P., MDR-Talkshow Riverboat im November 2025
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Nik P., MDR-Talkshow Riverboat im November 2025
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